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Berlin & Brandenburg Erleichterungen beim Wohngeld wegen Coronakrise

Maren Kern spricht auf einer Veranstaltung. Foto: Christoph Soeder/dpa/Archivbild

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Berlin (dpa/bb) - Wegen der Corona-Krise sollen Menschen mit weniger Einkommen einfacher an Wohngeld kommen. Vor allem bei Antragstellern, die aufgrund der aktuellen Beschränkungen Einkommenseinbußen haben, sollen die Ämter auf die sogenannte Plausibilitäts- und andere Prüfungen verzichten, teilte die Senatsverwaltung für Wohnen am Donnerstag mit. Sie verwies auch auf die Möglichkeit von Vorschusszahlungen. Zudem wird den Bezirken empfohlen, auslaufende Bewilligungen automatisiert für sechs weitere Monate zu verlängern.

Der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) begrüßte die Erleichterungen. "Das ist eine echte Hilfe für viele derjenigen Mieterinnen und Mieter, deren Einkommen als Folge der Pandemie gesunken sind, beispielsweise wegen Kurzarbeit", erklärte BBU- Vorstand Maren Kern. "Es sichert aber auch die Liquidität der Wohnungsunternehmen, und damit Aufträge und Arbeitsplätze für Bau und Handwerk in Berlin."

In der Corona-Krise müssen immer mehr Beschäftigte in Kurzarbeit gehen. Viele Selbstständige müssen mit wesentlich geringeren Einnahmen über die Runden kommen. Wohngeld kann eine Möglichkeit sein, die Kostenbelastung zu verringern. Der Senat rechnet vor diesem Hintergrund mit einer Zunahme von Anträgen.

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