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Berlin & Brandenburg Erste Weihnachtsbäume ab Mitte November geschlagen

Gerald Mai, Geschäftsführer des Werderaner Tannenhofs beschildert in seiner Weihnachtsbaum-Plantage eine Nordmanntanne. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

(Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa)

Die Adventszeit und die Weihnachtstage rücken näher. Für Brandenburger Weihnachtsbaum-Produzenten beginnt jetzt die Hochzeit. Heiligabend ist dann Schluss mit dem Verkauf.

Werder (dpa/bb) - In den Brandenburger Gartenbaubetrieben mit Weihnachtsbaumproduktion beginnt in Kürze die Hochzeit. Die für den Verkauf vorgesehenen Bäume werden geschlagen, sagte eine Sprecherin des Gartenbauverbandes Berlin-Brandenburg. Im Land und in der Hauptstadt sei vor allem der grüne Festtagsschmuck regionaler Herkunft gefragt. Von den etwa 50 Brandenburger Baumschulen beschäftigen sich etwa 9 mit der Produktion von Weihnachtsbäumen nach Angaben von 2017. Alle vier Jahre werden neue Daten erhoben.

Am 24. Dezember endet traditionell der Verkauf an Ständen oder direkt in den Betrieben. Am 6. November wird offiziell die Saison in Brandenburg auf dem Werderaner Tannenhof (Landkreis Potsdam-Mittelmark) für das Land eröffnet.

Möglichst gerade gewachsen, dichte Äste, grüne Nadeln und etwa zwei Meter hoch - nach diesen Kriterien suchten die Kunden meist ihren Baum aus, sagte Karin Lorenz, Geschäftsführerin des Werderaner Tannenhofes. Erstes Tannengrün für Gestecke und Sträuße werde auf dem Hof bereits geschnitten. Später werden auch Adventskränze gebunden.

Lorenz rechnet mit einem guten Geschäft in dieser Saison. "In Corona-Zeiten werden die Menschen nicht auf einen Weihnachtsbaum in den heimischen vier Wänden verzichten", ist sie sich sicher.

Der Betrieb bewirtschaftet etwa 70 Hektar. Auf jeweils einem Hektar stehen etwa 6000 Bäume. Setzlinge kommen im Alter von etwa drei Jahren in den Boden, dann sind sie nach Angaben von Lorenz etwa so groß wie eine Hand. "Erst ab dem siebenten Jahr sind sie etwa 2 Meter hoch", sagt Lorenz. Im Bestand seien aber auch Bäume vom Beginn der 1990er Jahre, die zur Gründung des Betriebs gesetzt wurden, und bereits eine stattliche Größe erreichten.

Problematisch sei in diesem Sommer die Hitze und der fehlende Regen gewesen. Normalerweise werden nur junge Bäume gewässert. "In diesem Jahr mussten alle mit Wasser versorgt werden", sagte Lorenz.

Auf dem Gelände stehen Nordmanntannen, Lieblingsbaum der Kunden zu Weihnachten, aber auch Korea- und Coloradotannen, Rot- und Blaufichten und Douglasien. Nach Angaben von Lorenz steigen die Preise für Weihnachtsbäume in dieser Saison nicht. Mit einem Preis von etwa 24 Euro pro Meter müsse gerechnet werden.

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