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Berlin & Brandenburg Evangelische Friedhöfe: Platz für muslimische Gräber

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Berlin (dpa/bb) - Muslimische Bestattungen sollen auf evangelischen Friedhöfen in Berlin kein Ausnahmefall sein. Dafür haben sich der Senat und die Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz am Dienstag ausgesprochen. Es sei eine gute Nachricht, wenn Menschen mit Wurzeln in anderen Ländern, die ihr ganzes Leben in Berlin verbracht hätten, hier bestattet werden möchten, sagte Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) nach einem Treffen mit Vertretern der Kirche. Landesbischof Christian Stäblein sagte: "Das wollen wir als evangelische Kirche gerne ermöglichen, gerade auch im Blick auf muslimische Menschen."

Bei der Planung neuer Stadtquartiere sollen außerdem künftig Räume für die interreligiöse Begegnung vorgesehen werden, sagte Giffey. Das habe der Senat der evangelische Kirche zugesagt, die auch bei der Planung solcher großen Neubauprojekte einbezogen werden solle.

Giffey dankte Stäblein außerdem für die enge Zusammenarbeit bei den Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine. Das gelte nicht zuletzt für den Bildungsbereich. So haben sieben evangelische Schulen in Berlin inzwischen Integrationsklassen für ukrainische Kinder und Jugendliche eingerichtet.

Ein Thema der Gespräche am Dienstag war auch der Klimaschutz. Kultursenator Klaus Lederer (Linke) wies darauf hin, dass es gerade bei den zahlreichen denkmalgeschützten Gebäuden der Kirche zu Konflikten mit Klimaschutzzielen komme. Zwar ist auf vielen Kirchendächern Platz für Photovoltaikanlagen, aber Denkmalschutzvorschriften erschweren solche Projekte häufig. "Da die richtige Balance zu finden, ist nicht so einfach", sagte Lederer.

Der Kultursenator betonte, die Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirche sei in den vergangenen Jahren zunehmend besser geworden, etwa bei der Armutsbekämpfung. Auch dass kirchliche Gebäude zunehmend für stadtgesellschaftliches Miteinander geöffnet würden, sei sehr wichtig, sagte der Kultursenator.

Quelle: dpa

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