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Berlin & Brandenburg Ex-Freundin eingesperrt und misshandelt? Mann vor Gericht

Auf einem Tisch im Schwurgerichtssaal liegt ein Richterhammer aus Holz. Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild

(Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild)

Berlin (dpa/bb) - Gegen einen Mann, der seine ehemalige Freundin über Tage hinweg in einem Berliner Hotelzimmer gefangen gehalten und misshandelt haben soll, hat der Prozess vor dem Landgericht begonnen. Der 26-Jährige habe die Frau geschlagen, getreten und gewürgt, um sie von einer Trennung abzuhalten, heißt in der zu Prozessbeginn am Freitag verlesenen Anklage. Ob der 26-Jährige aussagen wird, blieb zunächst offen. Der Verteidiger sagte, der Angeklagte habe inzwischen einen anderen Rechtsanwalt beauftragt und wünsche einen Wechsel.

Der Mann soll seine ehemalige Partnerin in der Zeit vom 15. bis zum 17. Dezember 2017 in einem Zimmer eines Hotels in Berlin-Mitte eingesperrt und attackiert haben. "Sie wurde durch das Würgen und die Schläge mehrfach bewusstlos", heißt es in der Anklage. Um die Zeugin daran zu hindern, die Beziehung mit ihm zu beenden, habe er ihr ein Messer an den Hals gehalten und gedroht, er werde ihr "das Leben zur Hölle machen". Er habe ihr dann eine Gaspistole an den Kopf gehalten und verlangt, den Namen ihres vermeintlichen Liebhabers zu nennen.

Die Frau soll sich laut Ermittlungen im Anschluss an das Geschehen von dem Mann getrennt haben. Drei Wochen später habe der 26-Jährige seine ehemalige Lebensgefährtin, die sich damals bei ihrer Schwester aufgehalten habe, erneut mit einem Messer bedroht und leicht verletzt. Der Prozess wegen Geiselnahme, Körperverletzung und versuchte Nötigung wird am 9. Dezember fortgesetzt.

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