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Berlin & Brandenburg Fahndung nach Vergewaltiger: 250 Hinweise aus Bevölkerung

Ein Polizist steht im Regen vor einem Streifenwagen dessen Blaulicht aktiviert ist. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Illustration

(Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Illustration)

Berlin/Bernau (dpa/bb) - Zu der Fahndung nach einem möglichen Serien-Vergewaltiger in Berlin hat sich die Zahl der Informationen aus der Bevölkerung deutlich erhöht. Bislang lägen rund 250 Hinweise vor, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Obwohl es gut erkennbare Bilder des Mannes aus Überwachungskameras gibt, fehlt aber offenbar noch eine heiße Spur zu dem Täter, der für eine ganze Reihe von Vergewaltigungen und Vergewaltigungsversuchen verantwortlich sein soll. "Auf den entscheidenden Hinweis warten wir aber noch", sagte der Sprecher.

Nach den gegenwärtigen Ermittlungen der Polizei könnte der Mann zwischen dem 12. und 30. Juni sieben Taten begangen haben. Davon ereigneten sich fünf im Grunewald oder dessen näherer Umgebung im Berliner Südwesten. Zu einer weiteren Tat kam es im brandenburgischen Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark), kurz hinter der Berliner Stadtgrenze. Außerdem gab es einen Übergriff auf eine junge Frau in Bernau nordöstlich von Berlin. In mindestens fünf Fällen wurden die Opfer vergewaltigt, einmal blieb es beim Versuch.

Am Mittwoch hatte die Polizei Bilder des Verdächtigen von einem Bahnsteig in Bernau veröffentlicht. Er ist etwa 30 Jahre alt, 1,75 bis 1,85 Meter groß, schlank und hat eine Glatze. Der Täter sprach mit den Frauen englisch und soll laut Polizei "dem Phänotypus nach Osteuropäer sein". Angesichts der begangenen Taten könnte er gefährlich sein, hieß es.

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