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Berlin & Brandenburg Fahrgastverband: Vorsorge für BVG-Streiks fehlt

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Kommt der nächste Warnstreik im Berliner Nahverkehr? Obwohl die Arbeitgeber eine Schippe drauflegen, gelingt am Donnerstag kein Tarifkompromiss. Nun überlegt die Gewerkschaft, wie es weitergeht.

Berlin (dpa/bb) - Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) sind aus Sicht des Fahrgastverbands Igeb nicht ausreichend auf Streiks vorbereitet. "Wir brauchen endlich für solche Fälle einen verbindlichen Notfahrplan, insbesondere für den abgehängten Stadtrand", teilte der Vizevorsitzende Jens Wieseke mit. Die Gewerkschaft Verdi hatte zuvor am Donnerstagabend zu einem ganztätigen Warnstreik an diesem Montag aufgerufen. Hintergrund ist ein Tarifkonflikt um höhere Gehälter und bessere Arbeitszeiten bei dem Landesunternehmen.

Die Interessengemeinschaft Eisenbahn, Nahverkehr und Fahrgastbelange Berlin (Igeb), verlangt gesetzliche Vorgaben, damit in solchen Fällen Notfahrpläne garantiert sind, etwa für Fahrten zu Flughäfen, wichtigen S-Bahnhöfen und Krankenhäusern.

Der CDU-Politiker Oliver Friederici forderte, dass eine überparteiliche Instanz den Tarifkonflikt schlichte. "Die Verhandler haben sich in der Tat verhakt", erklärte der Verkehrspolitiker auf 105,5 Spreeradio. Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) als Aufsichtsratschefin müsse sich darum kümmern.

Auch der FDP-Politiker Florian Swyter forderte, schnell eine Lösung zu finden. "Die Verkehrssituation in der Hauptstadt ist auch ohne Streiks genug belastet."

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