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Berlin & Brandenburg Fahrraddemo in Tegel: Polizei ermittelt

Demonstranten mit Fahrrädern auf dem Saatwinkler Damm, kurz vor der Zufahrt zum Flughafen Tegel. Foto: Paul Zinken

(Foto: Paul Zinken/dpa)

Berlin (dpa/bb) - Nach einer nicht angemeldeten Fahrraddemonstration am Flughafen Tegel ermittelt die Polizei wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz. Das teilten die Beamten am Samstag mit. Demnach beteiligten sich rund 160 Radfahrer an dem Korso am Freitagabend. Die Polizei stoppte die Protestfahrt auf dem Saatwinkler Damm in Höhe der Autobahnabfahrt 111. Es kam zu Verkehrsbehinderungen. Die Polizei geleitete die Demonstranten am Abend nach Kreuzberg zum Lausitzer Platz. Der Korso verlief störungsfrei, wie eine Sprecherin sagte.

Zur Teilnahme an dem geplanten Fahrradkorso um den Flughafen aufgerufen hatte die Bewegung Extinction Rebellion. Ziel sei es gewesen, auf die Umweltbelastung durch den wachsenden Flugverkehr aufmerksam zu machen, erklärte ein Sprecher, der sich für die entstandenen Behinderungen entschuldigte. "Es tut uns leid, falls Leute aufgehalten worden sind. Wir hatten keine Blockaden geplant." Reisende, die ihren Flug nicht verpassen wollten, versuchten teils, den Airport zu Fuß zu erreichen.

Extinction Rebellion - zu Deutsch etwa "Rebellion gegen das Aussterben" - ist eine internationale Bewegung mit Ursprung in Großbritannien. Nach eigenen Angaben ist die Bewegung in mehr als 40 Ländern aktiv. Mit Aktionen zivilen Ungehorsams fordern die Aktivisten Regierungen dazu auf, mehr für den Klima- und Umweltschutz zu tun. Mitte April blockierten sie etwa in Berlin für mehrere Stunden die Oberbaumbrücke. Ende April stellten sich Aktivisten auf dem Gendarmenmarkt tot, um auf das Artensterben hinzuweisen.

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