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Berlin & Brandenburg Filmbranche Berlin-Brandenburg leidet unter Fachkräftemangel

Kirsten Niehuus, die Geschäftsführerin Filmförderung des Medienboards Berlin-Brandenburg. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

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Potsdam/Berlin (dpa/bb) - Der Filmbranche in Berlin und Brandenburg fehlen Fachleute. "Wir (haben) im Moment deutlich unter Fachkräftemangel zu leiden", sagte die Geschäftsführerin der Filmförderung des Medienboards Berlin-Brandenburg, Kirsten Niehuus, am Montag in Potsdam. Das zu beheben, werde nicht so schnell gehen. "Das ist zumindest ein Indiz, dass die Branche boomt." Das Medienboard Berlin-Brandenburg präsentiert sich auf der Berlinale, die am 20. Februar beginnt, mit zwölf geförderten Filmen.

"Beleuchter werden händeringend gesucht, Aufnahmeleiter, Produktionsleiter", beschrieb Filmproduzent Florian Koerner von Gustorf ("Barbara") in Potsdam. "Es muss nicht jeder unbedingt Regisseur werden, aber die Attraktivität der handwerklichen Berufe zu erhöhen, wäre glaube ich die größte Aufgabe." Er hat den deutsch-französischen Spielfilm "Undine" mitproduziert, der auch auf der Berlinale gezeigt wird.

Die Filmbranche ist nach Ansicht der Brandenburger Landesregierung ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Aus einem Euro für die Region kämen im Durchschnitt vier Euro wieder zurück, sagte Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD). Geplant für 2020 waren bisher 7,6 Millionen Euro Filmförderung. Sie solle schrittweise an die Berliner Förderung angeglichen werden, sagte Steinbach.

Er will sich für eine stärkere Filmförderung durch den Bund einsetzen. Die Förderbedingungen des German Motion Picture Fund müssten so sein, "dass sie dem internationalen Konkurrenzkampf der Produktionsstandorte standhalten können".

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