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Berlin & Brandenburg Fischer fordern Ausgleichszahlungen für ausbleibende Fänge

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Seddiner See (dpa/bb) - Fischer in Brandenburg fordern Ausgleichszahlungen für finanzielle Einbußen, die durch Trockenheit und von Tieren wie Bibern und Kormoranen verursachte Schäden entstehen. "Die wirtschaftliche Situation der Betriebe ist aufgrund der Rahmenbedingungen vielfach katastrophal", sagte der Präsident des Landesfischereiverbands Brandenburg/Berlin, Gernot Schmidt, am Mittwoch. Viele Teiche seien das zweite Jahr in Folge fast oder ganz ausgetrocknet, Bäche und Flüsse führten Niedrigwasser oder seien streckenweise sogar versiegt.

Auch wo Wasser und Fische zu finden seien, gebe es Probleme, teilte der Verband mit. Kormoranschwärme fräßen die Fische auf. Biber verwandeln demnach naturbelassene Bäche und Flüsse in "Stauseeketten", die keinen Lebensraum mehr für bedrohte Fischarten wie Lachs und Bachneunauge böten. Auch an den Dämmen der Teichanlagen entstünden finanzielle Schäden durch die Biber.

Ausgleichszahlungen, wie sie beim Wolf inzwischen üblich seien, erfolgen den Angaben nach bei Schäden durch Kormorane oder Biber bislang nur anteilig und schleppend. Beim Landesfischereitag diskutierten am Mittwoch in Seddiner See (Potsdam-Mittelmark) Fischer aus ganz Brandenburg unter anderem mit Bundestagsabgeordneten.

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