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Berlin & Brandenburg Flughafen Tegel nach Schließung nicht gleich bebaubar

Blick auf den Flughafen Tegel. Foto: Tino Schöning/dpa/Archivbild

(Foto: Tino Schöning/dpa/Archivbild)

Berlin (dpa/bb) - Nach der in drei Monaten geplanten Schließung des Berliner Flughafens Tegel steht das Gelände noch nicht für zukünftige Projekte zur Verfügung. Dort soll künftig ein neues Stadtquartier und ein Forschungs- und Industriepark entstehen. Sechs Monate lang muss der 1948 eröffnete Flughafen im Nordwesten Berlins nach Angaben der Tegel Projekt GmbH aber noch betriebsbereit gehalten werden. "Hinzu kommen bis zu drei Monate, in denen die Flughafengesellschaft sicherheitskritische Anlagen zurückbauen kann", sagte der Geschäftsführer des landeseigenen Unternehmens, Philipp Bouteiller. "Wann genau das abgeschlossen sein wird, wissen wir noch nicht. Deswegen reden wir von Mai bis August 2021 als Übernahmezeitraum."

Noch im selben Jahr sollen erste vorbereitende Arbeiten beginnen, 2023 die ersten Hochbauarbeiten. Das landeseigene Unternehmen hat den Auftrag, das neue Schumacher-Quartier mit mindestens 5000 Wohnungen und Platz für 10 000 Menschen und den benachbarten Forschungs- und Industriepark zu entwickeln. "Die Corona-Krise hat auf uns keine Auswirkungen. Für uns hat sich nichts verschoben", sagte Bouteiller. "Mit den ersten Bewohnern im Schumacher Quartier rechnen wir für 2026. Das hängt davon ab, wie schnell die Wohnungsbaugesellschaften mit dem ersten Bauabschnitt fertig werden." Das gesamte Projekt ist auf einen Zeitraum von 20 bis 30 Jahren angelegt.

Der Flughafen Tegel soll am 8. November geschlossen werden, kurz nach der jahrelang verschobenen und nun für den 31. Oktober geplanten Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER.

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