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Berlin & Brandenburg GEW will mehr qualifizierte Lehrer für Brandenburg

Eine Lehrerin steht in einem Klassenraum an einer Tafel und schreibt. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/Archivbild

(Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa)

Potsdam (dpa/bb) - Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert von der zukünftigen Brandenburger Landesregierung eine Neuausrichtung der Bildungspolitik. Für das Schuljahr 2019/2020 seien zu wenig neue Lehrer eingestellt worden, teilte der GEW-Landesvorsitzende Günther Fuchs am Donnerstag mit. Auf 1400 Lehrer, die zwischen Oktober 2018 und Juli 2019 eingestellt worden sind, entfielen demnach nur rund 820 echte Neueinstellungen. Rund 600 Lehrkräfte seien vorher bereits befristet beschäftigt gewesen.

Die GEW sorge sich zudem, dass jede zweite neue Lehrkraft für das laufende Schuljahr "ohne Lernbefähigungen" eingestellt wurde. Es sei "völlig inakzeptabel", dass die Mehrzahl der Seiteneinsteiger keine vorbereitende Qualifizierung erhalte, betonte Fuchs. Dies betreffe besonders Grundschulen, Oberschulen und den sonderpädagogischen Förderbedarf. Landesweit gebe es keine einheitlichen Mindestanforderungen an Seiteneinsteigern. An ländlichen Schulen können demnach auch Bewerber ohne Hochschulabschluss zum Zuge kommen.

Die Leidtragenden seien die Schüler. "Da, wo hoher Bedarf ist, haben wir das Personal nicht", sagte Fuchs der Deutschen Presse-Agentur. Die GEW fordert einen Runden Tisch "Bildung 2030" für Brandenburg, um die Qualität und Ziele der Schulversorgung festzulegen. Die Attraktivität der Lehrerlaufbahn müsse erhöht werden.

PM der GEW

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