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Berlin & Brandenburg Gelegenheitsfahrer zahlen mehr: VBB erhöht Fahrpreise

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Tickets für den Nahverkehr werden ab Januar teurer. Vor allem Gelegenheitsfahrer müssen in Berlin und Brandenburg mehr zahlen. In Berlin gibt es dafür eine Neuerung bei der Tageskarte.

Berlin (dpa/bb) - Die Fahrt mit Bus und Bahn in Berlin und Brandenburg wird ab dem kommenden Jahr teurer. In der Hauptstadt kostet die Einzelfahrkarte dann drei Euro und damit zehn Cent mehr als derzeit, wie der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) am Mittwoch mitteilte. Auch in den kreisfreien Brandenburger Städten Cottbus, Frankfurt/Oder und Brandenburg an der Havel müssen Fahrgäste künftig zehn Cent mehr bezahlen. Dort steigt der Preis für den Einzelfahrausweis auf 1,90 Euro. "Auf Basis des VBB-Tarifindex ergibt sich eine verbundweite durchschnittliche Steigerungsrate von rund 1,9 Prozent", hieß es weiter.

"Erstmals seit 2014 steigt auch die 4-Fahrten-Karte leicht im Preis, ist damit aber immer noch günstiger und bringt schon bei der ersten Fahrt mit Bus und Bahn eine Ersparnis gegenüber dem Einzelticket." Damit steigen die Fahrpreise vor allem für Gelegenheitsfahrer.

Unverändert hingegen bleibt der Preis für die VBB-Umweltkarte (AB) in Berlin, die als Monatsticket weiterhin 84 Euro kosten soll. Auch in Frankfurt/Oder und Brandenburg an der Havel ändert sich der Preis von jeweils 39,90 Euro dafür nicht.

Teurer werden in Berlin dafür die Tageskarten für den Bereich AB, die ab Januar 8,80 Euro statt 8,60 Euro kosten sollen. Allerdings gelten sie dann für 24 Stunden ab dem Zeitpunkt des Kaufs und nicht mehr pauschal bis 3.00 Uhr morgens.

Die Erhöhung der Tarife orientiere sich an den Steigerungen der Lebenshaltungs-, Strom-, und Kraftstoffpreise. Außerdem begründete der VBB den Schritt mit gestiegenen Personalkosten sowie künftigen neuen Angeboten, die den öffentlichen Nahverkehr attraktiver machen sollen. Zum VBB gehören in Berlin und Brandenburg eigenen Angaben zufolge 37 Verkehrsunternehmen, darunter die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Zuletzt hatte der VBB zum Januar dieses Jahres die Preise erhöht.

Der Staatssekretär für Verkehr bei der Berliner Senatsverwaltung, Ingmar Streese, betonte, mit den neuen Tarifen sei ein "tragfähiger Kompromiss" gefunden worden. "Dieses gemeinsame Vorgehen der Vertreter*innen aus beiden Ländern im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg stärkt die Metropolregion", teilte er am Mittwoch mit.

Kritik kam vom verkehrspolitischen Sprecher der Linksfraktion im Brandenburger Landtag, Christian Görke. "Mit dem heutigen Beschluss ist aus unserer Sicht eine wichtige Weiche falsch gestellt worden. Preiserhöhungen führen zum Verlust von Kunden, nicht zum Gewinn - insbesondere in der gegenwärtigen Situation."

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