Regionalnachrichten

Berlin & Brandenburg Gewitter machen Pause

Ein Blaulicht auf einem Feuerwehrwagen. Foto: Patrick Pleul/Archivbild

(Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa)

Lautes Donnergrollen und taghelle Blitze: Auch am Mittwochabend ziehen Gewitter mit Starkregen und Sturmböen über Brandenburg - gut für die bislang viel zu trockenen Wälder. Bis zum Wochenende gibt es nun erst einmal Gewitter-Entwarnung.

Oranienburg/Potsdam/Jüterbog (dpa/bb) - Bei Gewittern in Brandenburg sind mindestens elf Menschen verletzt worden. Nach Angaben der Feuerwehr brach am Mittwochabend während eines Fests in Oranienburg eine Baumkrone durch starke Windböen ab. Dabei wurden drei Personen schwer verletzt, acht leicht. Ansonsten verliefen die Unwetter in Brandenburg nach Angaben von Polizei und Feuerwehr weitgehend glimpflich. Es kam demnach zu keinen größeren Einsätzen. Auch Berichte über weitere Schwerverletzte oder Tote gab es zunächst nicht.

In Potsdam sind der Neue Garten sowie der Pfingstberg wieder zugänglich, nachdem sie am Mittwoch wegen der Unwetterschäden gesperrt wurden. Die Aufräumarbeiten im Park Babelsberg dauerten noch an, wie die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) mitteilte. Insgesamt waren in den Parks 35 Bäume umgestürzt, der starke Regen hatte die Wege teilweise ausgespült. Noch immer gebe es freihängende Äste, die herunterfallen könnten, hieß es in einer Mitteilung. Die Stiftung weist Besucher deshalb darauf hin, auf den Hauptwegen zu bleiben und Absperrungen zu beachten.

Durch die Niederschläge der vergangenen Tage ist die Waldbrandgefahr in Brandenburg deutlich zurückgegangen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) besteht in allen Landkreisen nur noch sehr geringe oder geringe Gefahr. Auch im Landkreis Teltow-Fläming herrscht derzeit die geringste Waldbrandgefahrenstufe. Dort war zuletzt am Sonntag ein mehrtägiger großflächiger Waldbrand auf einem Truppenübungsplatz nahe Jüterbog gelöscht worden.

Die Gewitter erreichten am Mittwochabend nicht die Dimensionen der Unwetter von der Nacht zuvor, wie ein DWD-Meteorologe in Potsdam sage. Nun gibt es erst einmal Entwarnung: Bis Freitagabend bleibe die Wetterlage entspannt. Ab der Nacht zum Samstag steige die Unwettergefahr im Land dann wieder an - es könne zu Gewittern mit Sturmböen, Starkregen und Hagel kommen.

Allgemein lösen Unwetter mit viel Regen auf dem Land nicht so viel Chaos aus wie in den Städten. Die Wassermassen könnten in den Wiesen besser abfließen, erklärte der Meteorologe. In Städten, deren Böden durch Asphalt und Häuser versiegelt sind, sei die Kanalisation bei großen Regenmengen schnell überfordert. Dadurch komme es schneller zu Überschwemmungen.

Waldbrandgefahrenstufen Brandenburg

Newsticker