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Berlin & Brandenburg Gräber: Archäologen zufrieden mit Funden an Eugal-Trasse

Rohre für Eugal liegen nahe Radeland im Landkreis Teltow-Fläming auf einer Trasse am Waldrand. Foto: Soeren Stache/zb/dpa/Archivbild

(Foto: Soeren Stache/zb/dpa/Archivbild)

Zossen (dpa/bb) - Archäologen haben entlang der Gaspipeline Eugal in Brandenburg an mehr als 260 Stellen Funde gemacht. Das ist die positive Bilanz der archäologischen Untersuchungen während der Arbeiten an dem Trassenstreifen, wie das Landesamt für Denkmalpflege, das Archäologische Landesmuseum und das Gastransportunternehmen Gascade nach Abschluss mitteilten. Zu den "Highlights" gehörte demnach ein gut erhaltenes menschliches Skelett aus der Jungsteinzeit, das Forscher im April 2018 bei Biesenbrow (Landkreis Uckermark) zutage förderten. Auch Grabbeigaben wie Schmuck und Keramik sowie die Reste einer Siedlung aus der späten römischen Kaiserzeit wurden bei den Ausgrabungen zwischen April 2017 und Mai 2019 entdeckt. 120 Mitarbeiter waren an den Grabungen beteiligt.

Die Gaspipeline Eugal soll russisches Erdgas nach Süden bringen. Von Lubmin aus, wo Nord Stream 2 endet, sollen jährlich rund 45 Milliarden Kubikmeter Gas durch Brandenburg und Sachsen an die tschechische Grenze und knapp 10 Milliarden Kubikmeter Richtung Westen transportiert werden, wie ein Sprecher sagte. Die Baukosten für das Projekt, dessen erster Strang Ende 2019 und zweiter Strang Ende 2020 abgeschlossen sein sollen, bezifferte Gascade bisher auf knapp drei Milliarden Euro.

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