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Berlin & Brandenburg Grips Theater setzt Musical "Linie 1" vorerst aus

Blick auf das Berliner Grips-Theater. Foto: Theresa Kottas-Heldenberg/dpa/Archivbild

(Foto: Theresa Kottas-Heldenberg/dpa/Archivbild)

Berlin (dpa/bb) - Das Berliner Grips Theater will wieder öffnen, verzichtet aber vorerst auf Aufführungen des bekannten Musicals "Linie 1". Das Stück werde erstmals nach 34 Jahren pausieren müssen, teilte das Theater am Donnerstag mit. Grund dafür sind die Abstandsregeln, die die Ausbreitung des Coronavirus verhindern sollen.

Das Ensemble und die Band seien zu groß, um die Abstände auf der Bühne einhalten zu können. "Es könnte auch nicht mehr live, sondern nur mit Playbacks gesungen werden", sagte Theaterleiter Philipp Harpain laut Mitteilung.

Das Haus plant vor allem Stücke für Kinder. "Kinder und Jugendliche sind in dieser Krise lange aus dem Blick geraten", erklärte Harpain. Anfang September soll "Das Leben ist ein Wunschkonzert" uraufgeführt werden - darin gehe es um ein Mädchen in einer "sehr isolierten, krisenbehafteten Situation".

Bundesweit hatten Theater wegen der Pandemie schließen müssen. In Berlin läuft der Betrieb langsam wieder an. Um ausreichend Abstand zu halten, werden weniger Karten verkauft als sonst. Auch im Grips dürfen weniger Zuschauer in den Saal. Etwa die Hälfte der Belegschaft soll in Kurzarbeit bleiben, wie Harpain mitteilte.

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