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Berlin & Brandenburg Große Nachfrage: 29-Euro-Abo schon 100.000 Mal verkauft

Ein Fahrkartenautomat der Deutschen Bahn steht an einem Bahnhof.

(Foto: Moritz Frankenberg/dpa/Symbolbil)

Berlin (dpa/bb) - Der Nachfolger für das 9-Euro-Ticket ist gefragt: "100.000 Mal wurde das 29-Euro-Abo bereits in Berlin verkauft", teilte Verkehrssenatorin Bettina Jarasch (Grüne) am Donnerstag mit. "Die große Nachfrage zeigt erneut, dass es ein Bedürfnis nach einem kostengünstigen ÖPNV-Angebot gibt." Rot-Grün-Rot sei mit dem 29-Euro-Abo in Vorleistung gegangen. "Um die Menschen in Berlin und darüber hinaus auch dauerhaft zu entlasten, brauchen wir vom Bund ab Januar ein vernünftiges Angebot für ein Nachfolgeticket."

Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) äußerte sich am Donnerstag im Abgeordnetenhaus dazu: "Der Senat hat Wort gehalten." Das Ticket sei pünktlich gestartet, sagte sie. Es sei eine Maßnahme, die als deutliche Entlastung wahrgenommen werde. Das Ziel sei ein Anschlussticket ab 1. Januar 2023, wobei der Senat hier auf eine bundesweit einheitliche Lösung setze.

Rot-Grün-Rot hatte den Start des umstrittenen Tickets für Anfang Oktober angekündigt, die Gespräche darüber etwa mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) verliefen allerdings schwierig. Auf Brandenburger Seite wird das vergünstigte Ticket kritisch gesehen.

Verkaufsstart für das 29-Euro-Abo war am 26. September. Dafür wird überwiegend die Online-Buchung genutzt. Allein in der ersten Woche nach Verkaufsstart zählten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) rund 30.000 neue Abos. Üblicherweise gibt es nach Angaben der Senatsverwaltung in guten Monaten etwa 5000 bis 7000 Abo-Abschlüsse.

Das 29-Euro-Monatsticket im Abo kann seit 1. Oktober im Geltungsbereich AB innerhalb Berlins genutzt werden und ist bis Ende des Jahres begrenzt. Die Ampel-Koalition hat für die Zeit danach ein bundesweites Nahverkehrsticket als Nachfolger für das 9-Euro-Ticket in Aussicht gestellt, das von Juli bis August zu haben war. Details sind aber weiter ungeklärt.

Quelle: dpa

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