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Berlin & Brandenburg Große Sandbänke sichtbar: Viel zu wenig Wasser im Fluss

Ein Bagger arbeitet auf einer durch das Niedrigwasser freiliegenden Sandbank im Flussbett der Oder

(Foto: Soeren Stache/dpa/ZB)

Eberswalde (dpa/bb) - Wegen des Niedrigwassers in der Oder ist die Schifffahrt zwar offiziell nicht verboten - aber riskant. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) kann nach Angaben vom Dienstag nicht mehr bei Peilungsfahrten die Tiefe der Fahrrinnen messen - also keine solchen Daten mehr veröffentlichen. Und: "Wenn Schiffe sich festfahren, können wir sie nicht mehr bergen, weil wir selber gar nicht mehr zu den Betroffenen kommen", sagte WSA-Hydrologin Cornelia Lauschke der Deutschen Presse-Agentur. "Wir können aber nicht mehr von Schifffahrt reden. Was man jetzt im Fluss sieht, sind große Sandbänke."

Schiffe dürften zwar weiter auf der Oder fahren, aber auf eigene Gefahr. Amtlicherseits wurde die Schifffahrt nicht untersagt. Schiffsführer handeln aber in Eigenverantwortung, sollten sie trotz des niedrigen Wasserstandes die Oder befahren.

Am Pegel Eisenhüttenstadt beispielsweise liegt der Hydrologin zufolge der Wert derzeit bei 1,61 Meter - und damit 60 Zentimeter unter dem Mittel im August. Der niedrigste Wert, der je dort erreicht wurde, betrug demnach 1,35 Meter. Der Durchfluss der Oder liege bei der Hälfte (53 Prozent) des langjährigen Vergleichswertes, erklärte die Expertin. Die derzeitige Situation sei vergleichbar mit den Jahren 2015, 2018 und 2019. Solch ein Niedrigwasser in der Oder habe es aber auch schon vor über 100 Jahren gegeben.

In den vergangenen Tagen habe eine kleine, etwa 30 Zentimeter hohe Welle vom Oberlauf des Flusses in Polen die Gegend um Frankfurt (Oder) erreicht, berichtete die WSA-Expertin. Dort muss es geregnet haben. Das habe aber wenig Auswirkungen gehabt, der Wasserstand falle bereits wieder.

Quelle: dpa

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