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Berlin & Brandenburg Grünen-Politiker: ZUsätzliche Entschädigungen für Polizisten

Polizeiwagen mit Blaulicht. Foto: Patrick Seeger/dpa/Symbolbild

(Foto: Patrick Seeger/dpa/Symbolbild)

Berlin (dpa/bb) - Der Grünen-Politiker Benedikt Lux hat gefordert, zusätzliche Entschädigungen wegen schadstoffbelasteter Schießstände für Berliner Polizisten auszuzahlen. Das Parlament habe dafür rund drei Millionen Euro für 2020 und 2021 bereitgestellt, sagte der Innenexperte der Grünen im Abgeordnetenhaus am Mittwoch. Nach seiner Kenntnis sei noch kein Euro geflossen. An Schießständen Geschädigte dürften nicht länger hingehalten werden. Zuerst hatte der rbb berichtet.

In der jahrelangen Affäre um schadstoffbelastete Schießstände der Berliner Polizei gab es laut einer Studie der Charité keinen beweisbaren Zusammenhang zwischen der Arbeit in maroden Schießständen und Erkrankungen. Dennoch legte Innensenator Andreas Geisel (SPD) einen Ausgleichsfonds auf.

Eine Bewertungskommission regelte dann die Verteilung des Geldes. Nach Angaben vom Januar 2019 wurden demnach etwa 490 Schießtrainer und Mitglieder von Spezialeinsatzkommandos mit insgesamt 3,3 Millionen Euro entschädigt. Knapp 300 Anträge wurden abgelehnt.

Betroffene Trainer und Polizisten hatten viel Zeit in den Schießständen verbracht und kritisiert, dass die Luft dort schädlich oder giftig sei. Das soll an Pulverdampf in der Luft, schlechten Lüftungsanlagen und Asbest in Dämmstoffen gelegen haben.

Anerkannt wurden vor allem Fälle von Polizisten mit "plausiblen Akutbeschwerden" beim Schießen und danach wie Augenbrennen, Hustenreiz, Atemnot, Hautreizungen. Es gab aber auch schwerere Fälle. Laut rbb hatten rund 200 Antragsteller Widerspruch gegen die Bescheide der Bewertungskommission eingelegt.

Inzwischen werden neue Anlagen für das Schießtraining gebaut. In diesem Jahr soll das dritte moderne Zentrum dieser Art eröffnet werden.

© dpa-infocom, dpa:210303-99-676560/2

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