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Berlin & Brandenburg Gutscheine statt Bier und Kaffee: Portale helfen Gastronomen

Ein Geschäft wirbt mit der Aufschrift

(Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild)

Berlin (dpa/bb) - In der Corona-Krise unterstützen viele Berliner ihre Stammkneipen, Restaurants oder Läden mit Gutscheinen und Spenden. Die Initiative "Helfen.Berlin" etwa hat in den vergangenen drei Wochen mehr als 20 000 Nutzer registriert. Auf dem Portal können Käufer Gutscheine für rund 2200 "Lieblingsorte" erstehen.

Besonders social-media-affine Restaurants gehörten zu den Spitzenreitern, sagt Gründer Karsten Kossatz. "Anfangs dachten wir: Wenn wir 20 000 Euro schaffen, ist das ein Erfolg. In den letzten drei Wochen sind auf unserer Seite aber Gutscheine im Wert von 800 000 Euro weggegangen." Tendenz steigend.

Inzwischen sind weitere Internetseiten dieser Art entstanden. Juso-Chef Kevin Kühnert kündigte in der vergangenen Woche an, mit "Kneipenretter" speziell eine Seite für Berliner Kneipen an den Start zu bringen.

Für viele Gastwirte ist die derzeitige Situation besonders gravierend, weil sie kaum Ersparnisse haben. Einige von ihnen bitten ihre Gäste daher auch um Spenden, um laufende Kosten zu decken.

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