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Berlin & Brandenburg Heidrich setzt auf Beratungsdienst für Landwirte

Der 45-jährige Veterinär Stefan Heidrich. Foto: Christina Kurby/Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz

(Foto: Christina Kurby/Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz/dpa)

Potsdam (dpa/bb) - Der Brandenburger Landestierschutzbeauftragte, Stefan Heidrich, setzt für mehr Tierwohl auf einen neuen Beratungsdienst des Landes für Landwirte. "Einen großen Erfolg sehe ich in der bevorstehenden Einrichtung eines unabhängigen Tierschutzberatungsdienstes als eine Landeseinrichtung, die Landwirten in Tierschutzfragen zur Verfügung stehen soll", sagte Heidrich am Montag bei der Vorlage seines ersten Jahresberichts für 2018. "Damit wird auch der Ausbau von tiergerechten Haltungssystemen unterstützt."

Gemeinsam mit der Polizei führt Heidrich auch Informationsveranstaltungen und Kontrollen zu Tiertransporten durch. Einmal im Monat will er künftig eine Bürgersprechstunde anbieten, bei der Tierschützer ihre Anliegen vorbringen können. Der Tierschutzbeauftragte war 2016 nach dem erfolgreichen Volksbegehren gegen Massentierhaltung vom Landtag berufen worden.

Der agrarpolitische Sprecher der Grünen im Landtag, Benjamin Raschke, forderte mehr Mitarbeiter für den Beauftragten und die Veterinärämter. "Immer wieder erreichen mich Berichte, dass Betriebe im Grunde häufiger kontrolliert werden müssten, die Veterinärämter der Landkreise dazu aber personell nicht in der Lage seien", kritisierte Raschke.

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