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Berlin & BrandenburgHinter Gelsenkirchen: Berliner eher unzufriedene Großstädter

09.06.2026, 08:02 Uhr
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Berlin landet im Vergleich unter 40 Großstädten beim Glücksatlas relativ weit hinten. Warum sind die Bürger von Deutschlands größter Metropole eher unzufrieden?

Berlin (dpa/bb) - Berlin ordnet sich mit Blick auf die allgemeine Lebenszufriedenheit der Menschen im Vergleich mit den 40 deutschen Großstädten hinten ein. Das geht aus dem aktuellen "Glücksatlas" hervor, den die Universität Freiburg in Zusammenarbeit mit der Süddeutschen Klassenlotterie (SKL) erstellt hat. Die Bundeshauptstadt liegt in dem Großstadtranking auf Platz 35 - hinter Bremen, Wuppertal und Gelsenkirchen. Gewinner des Rankings ist Erfurt, Schlusslicht ist Rostock.

Großstädter tendenziell unzufriedener

Mit zunehmender Stadtgröße sinke im Durchschnitt die Lebenszufriedenheit, erklärten die Studienmacher. Das sei ein Muster, das sich mit wenigen Ausnahmen wie Hamburg oder Düsseldorf durch das gesamte Städteranking ziehe. Ein Grund für die Unzufriedenheit seien etwas die teuren Mieten und eine vergleichsweise hohe Kriminalitätsrate. Zudem werde die Infrastruktur von den Bewohnern unterdurchschnittlich bewertet, führten die Studienmacher aus.

Mentale Gesundheit schwächer

"Auch die mentale Gesundheit der Bevölkerung ist im Vergleich schwächer", hieß es weiter. Mit einem extrem hohen Anteil an Einpersonenhaushalten zeige sich Berlin als "sozialer Extremfall". Die Hauptstadt zeige aber auch eine überdurchschnittlich hohe Geburtenzahlen auf.

Laut der Studie sind die ostdeutschen Großstädter im Durchschnitt unzufriedener, älter, leben häufiger allein und seltener im Wohneigentum. Auch die Arbeitslosenquoten seien noch höher als im Westen und das verfügbare Einkommen geringer. Allerdings lagen unter anderem mit Frankfurt (Platz 38) und Wiesbaden (Platz 39) auch westdeutsche Städte noch hinter Berlin.

Für das Ranking wurden insgesamt 23.286 Menschen zwischen 16 und 84 Jahren vom Institut für Demoskopie Allensbach im Zeitraum von Januar 2023 bis April 2026 repräsentativ befragt. Die Befragten leben in den 40 größten Städten Deutschlands mit mehr als 200.000 Einwohnern.

Quelle: dpa

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