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Berlin & Brandenburg Hohe Temperaturen und kaum Regen: Wassermangel in der Spree

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Cottbus (dpa/bb) - Mit wenig Niederschlag und der Hitze taucht pünktlich vor Sommerbeginn wieder ein Problem der vergangenen Jahre auf: Die Spree und auch die Schwarze Elster führen zu wenig Wasser. Bei beiden Flüssen sei ein deutlicher Rückgang der Abflüsse zu verzeichnen, teilte die länderübergreifende Arbeitsgruppe "Extremsituation" am Freitag mit. Sie hat mit Blick auf die vergangenen zwei Trockenjahre ihre Arbeit wieder aufgenommen. Die Experten tagen regelmäßig mit dem Ziel, Maßnahmen für die Länder Sachsen, Berlin und Brandenburg zu erarbeiten, um die Abflüsse in der Spree und Schwarzen Elster so weit wie möglich zu stabilisieren.

Neben Temperaturen von zum Teil über 30 Grad Celsius fiel im Juni bisher deutlich zu wenig Regen, so die Einschätzung der Experten. Seit Beginn des Monats wurden an der Messstation in Cottbus 3,8 Millimeter Niederschlag gemessen. Durchschnittlich fallen im Juni aber circa 50 Millimeter Regen in Cottbus. Zu Grunde liegt für den Wert eine Betrachtung der Jahre 1981 bis 2020. Ob angekündigte Wärmegewitter Abhilfe leisten können, sei nicht vorhersagbar.

Eine positive Nachricht gibt es: Die sächsischen Speicher konnten nach Angaben der Arbeitsgruppe in den Wintermonaten 2020 und 2021 ihr Stauziel erreichen und zur Stützung der Spree für Brandenburg und Berlin beitragen. Auch an der Talsperre Spremberg wurden die Wasserabgaben auf 9,9 Kubikmeter pro Sekunde erhöht, um die Abflüsse in der Spree zu stützen. Trotzdem konnte der Mindestabfluss von 4,5 Kubikmetern pro Sekunde am Pegel Leibsch, dem Ausgang des Spreewaldes, wegen hoher Temperaturen und der Verdunstung nicht mehr gehalten werden. Aktuell liegt der Wasserstand der Talsperre Spremberg bei 91,70 Meter und fällt um 2 Zentimeter pro Tag.

© dpa-infocom, dpa:210618-99-45426/2

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