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Berlin & Brandenburg In die Oder geschubst: Frauen wegen Mordversuchs vor Gericht

Justitia mit Holzhammer und Aktenstapel. Foto: Volker Hartmann/dpa/Symbolbild

(Foto: Volker Hartmann/dpa/Symbolbild)

Frankfurt (Oder)(dpa/bb) - Wegen versuchten Mordes wird ab heute gegen zwei Frauen vor dem Landgericht Frankfurt (Oder) verhandelt. Die 19 und 31 Jahre alten vorbestraften Angeklagten sollen im Januar in Frankfurt (Oder) eine andere Frau in den Fluss geschubst haben. Zum Motiv ist bisher nichts bekannt.

Das damals 33-jährige Opfer war laut Anklage abends von einer sechsköpfigen Gruppe, zu der die beiden Angeklagten gehörten, gequält, misshandelt und bestohlen worden. Unter anderem sollen der Frau die Haare rasiert, Pfefferspray ins Gesicht gesprüht und zwei Ecstasy-Tabletten eingeflößt worden sein.

Anschließend sei die Frau in die nur 3,2 Grad kalte Oder gestoßen worden, heißt es in der Anklage. Die Frau sei zunächst von der Strömung mitgerissen worden, habe sich dann aber an einer Leiter am Ufer aus dem Wasser ziehen können.

Die beiden Angeklagten sitzen seit Januar in Untersuchungshaft. Für das Verfahren gegen die beiden deutschen Frauen sind bis Anfang Januar zehn Verhandlungstage angesetzt. Die mutmaßlichen Mittäter aus der Gruppe werden gesondert verfolgt.

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