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Berlin & Brandenburg Initiative organisiert Montagsdemos fürs Klima

(Foto: Paul Zinken/dpa)

Berlin (dpa/bb) - Aus Protest gegen das Gesetzespaket zum Kohleausstieg will die Initiative "Berlin4Future" künftig an jedem ersten Montag im Monat auf dem Alexanderplatz demonstrieren. Neben den Schulstreiks fürs Klima solle es auch eine Plattform für berufstätige Erwachsene geben, die mit der aktuellen Politik und dem Konjunkturpaket im Sinne der Klimagerechtigkeit nicht einverstanden seien, sagte Sabine Hübner aus dem Organisationsteam. Der Protest werde immer um 18 Uhr gegenüber der Weltzeituhr beginnen.

Das "Durchwinken" des Kohleausstiegsgesetzes ist aus Sicht der Initiative skandalös. Es führe nicht zu einem schnellen Abschalten, sondern zu unnötigen Laufzeitverlängerungen und milliardenschweren, intransparent ausgehandelten Geldgeschenken an die Kraftwerksbetreiber - finanziert aus Steuergeldern.

Der deutsche Kohle-Ausstieg ist seit Freitag besiegelt. Bundestag und Bundesrat stimmten einem Paket an Gesetzen zu, das den Fahrplan für die schrittweise Stilllegung von Kohlekraftwerken bis spätestens 2038 vorsieht und den betroffenen Regionen im Gegenzug Milliardenhilfen sichert. Die Betreiber müssen nach den Beschlüssen jetzt nach und nach ihre Kraftwerke vom Netz nehmen, werden im Gegenzug aber mit mehr als vier Milliarden Euro vom Staat entschädigt.

Die Initiative Berlin4Future ist nach eigenen Angaben ein freier Zusammenschluss von Privatleuten, Gruppen, Vereinen, Verbänden und Unternehmen.

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