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Berlin & Brandenburg Innensenator Geisel ernennt Ombudsmann für Einwanderer

Wolfgang Wieland. Foto: picture alliance/dpa/Archivbild

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Berlin (dpa/bb) - Der ehemalige Berliner Justizsenator Wolfgang Wieland wird Ombudsmann für das Landesamt für Einwanderung (LEA). Innensenator Andreas Geisel ernannte den 72-Jährigen am Dienstag dazu, wie die Innenverwaltung mitteilte. Wieland nimmt die ehrenamtliche Tätigkeit ab dem 1. Oktober wahr. Als Ombudsmann soll er Einwanderinnen und Einwanderer durch Information und Beratung unterstützen und als Vermittler gegenüber dem LEA auftreten.

Für Beschäftigte des LEA soll er Ansprechpartner etwa für Verbesserungsvorschläge sein. Die Position wird den Angaben zufolge beim Direktor des LEA angesiedelt, ist in ihrer Funktion aber unabhängig und an keine Weisung der Leitung gebunden. Der Ombudsmann wird einen jährlichen Arbeitsbericht fertigen und diesen veröffentlichen.

"Wir wollen Menschen in unserer Stadt willkommen heißen. Dafür muss eine Behörde offen und transparent arbeiten. Die Position der Ombudsperson soll das noch weiter verstärken", sagte Geisel. Wieland, früherer Grünen-Politiker, Abgeordneter des Deutschen Bundestags und von 2001 bis 2002 Berliner Justizsenator, sagte, mit der Schaffung der Stelle betrete Berlin Neuland. "Die größte Ausländerbehörde der Republik erhält als erste eine Ombudsperson - und dies auf eigenen Wunsch. Da darf man gespannt sein. Ich jedenfalls bin es."

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