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Berlin & Brandenburg Jäger erlegen weniger Schwarzwild: Weiter zu hoher Bestand

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Potsdam (dpa/bb) - Brandenburger Jäger haben im Jagdjahr 2020/2021 weniger geschossen als im Rekordjahr davor. Bei fast allen Wildarten sei das Ergebnis rückläufig, teilte das Agrarministerium am Dienstag mit. Ein möglicher Grund könnte die coronabedingte Schließung vieler Restaurants und die schwierigere Vermarktung von Wildfleisch sein.

Erlegt wurden nach den Angaben rund 90.300 Wildschweine. Im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre liege die Schwarzwildstrecke aber mit gut 15.000 Stück darüber. Angesichts der Gefahren durch die Afrikanische Schweinepest sei weiter oberstes Ziel, die Bestände schnell und deutlich zu reduzieren. Für jedes erlegte weibliche Wildschwein zahle das Ministerium in diesem Jagdjahr eine Prämie von 80 Euro, um weiteren Nachwuchs zu verhindern.

Rund 7400 Stück Rotwild wurden nach den Angaben in der vergangenen Jagdsaison erlegt, 11 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Beim Damwild waren es knapp 9800 Stück - 10 Prozent weniger. Mit rund 58.000 erlegten Rehen gab es nur einen leichten Rückgang von 4 Prozent.

Gejagt wurden wie im Vorjahr etwa 24.000 Füchse. Beim Dachs waren es 4400 Exemplare (minus 12 Prozent). Der Waschbär ist nach wie vor mit rund 35.000 Stück das meistgejagte Raubwild im Land.

Als kritisch wird in Brandenburgs Wäldern die zu hohe Zahl von Schalenwild - unter anderem Rot-, Dam-, Reh- und Schwarzwild - für heranwachsende junge Bäume gesehen. Die Verbissschäden an Trieben, Knospen und der Rinde seien zu hoch, hieß es.

© dpa-infocom, dpa:210928-99-393623/2

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