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Berlin & Brandenburg Kammer: Apotheken-Mitarbeitern fehlt Schutzausrüstung

Ein Apotheker mit einer Atemschutzmaske. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild

(Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild)

Potsdam (dpa/bb) - Brandenburger Apotheken fühlen sich in der Corona-Krise bei der Schutzausrüstung nicht ausreichend bedacht. Die Apothekenschaft werde "allzu gern übersehen", erklärte der Präsident der Landesapothekerkammer Brandenburg, Jens Dobbert, am Dienstag. Dabei leisteten die Apotheker mit ihren Mitarbeitern herausragende Arbeit. Sie belieferten Patienten mit dringend notwendigen Medikamenten teilweise bis ans Krankenbett, so Dobbert. Manche Apotheken hätten seit Verhängung der Kontaktsperre in Brandenburg fast 1000 Botendienste geleistet. Die Kammer vertritt nach eigenen Angaben 581 Apotheken in Brandenburg, darunter 13 Krankenhausapotheken. Es sollte nicht nur an die Ärzte gedacht werden, ergänzte der Sprecher der Kammer, Marcel Uhr. "Spätestens wenn der Arzt ein Rezept ausgestellt hat, geht es zur Apotheke und da fehlt dann der nötige Schutz." Mitunter müssten sich Mitarbeiter notdürftig behelfen.

Zahlreiche Apotheken produzierten derzeit auch Desinfektionsmittel, für den der Grundstoff Alkohol gebraucht werde, sagte Uhr. Ihn zu beschaffen sei derzeit nicht einfach. Dafür würden derzeit Vorräte genutzt. Auch eine Brennerei in Werder stellt seinen Angaben zufolge statt Whisky Alkohol für die Apotheken her. Am Wochenende habe er etwa 1000 Liter an den Katastrophenschutz Potsdam Mittelmark geliefert, bestätigte Brennerei-Inhaber Michael Schultz. Er destilliert nach eigenen Angaben ansonsten Alkohol für seinen Single Malt.

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