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Berlin & Brandenburg Kampfmittelräumung in Tegel beginnt in dieser Woche

Auf einer Straße auf dem ehemaligen Flughafen Tegel wachsen Pflanzen aus einem Gully. Foto: Christophe Gateau/dpa

(Foto: Christophe Gateau/dpa)

Berlin (dpa/bb) - Auf dem Gelände des früheren Flughafens Tegel beginnt in dieser Woche die Suche nach alter Munition und Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg. Zwar sei der reguläre Flugbetrieb auf dem Areal stets gefahrlos möglich gewesen, teilte der Chef der landeseigenen Tegel Projekt GmbH, Philipp Bouteiller, am Mittwoch mit. "Dennoch sind von der knapp 500 Hektar großen Projektfläche mehr als 400 Hektar noch nicht nach Stand der Technik kampfmittelberäumt."

Daher werde nun zunächst bis August der Bereich der künftigen Baustellenzufahrt am Kurt-Schumacher-Damm nach Kampfmitteln abgesucht und bei Bedarf davon befreit. "Ab August bis Oktober 2022 folgt der Bereich des ersten Bauabschnitts im Schumacher-Quartier und ab Herbst diesen Jahres der der Südzufahrt, von der General-Ganeval-Brücke aus kommend", hieß es weiter.

Ein halbes Jahr nach dem Start des letzten Passagierflugzeugs am Flughafen Tegel war vergangene Woche die sogenannte Betriebsgenehmigung ausgelaufen. Tegel hörte damit auch im rechtlichen Sinne auf, ein Flughafen zu sein. Die Tegel Projekt GmbH kümmert sich als neuer Eigentümer um die Weiterentwicklung der Fläche.

In das Hauptterminal soll die Beuth-Hochschule für Technik einziehen. Geplant sind außerdem eine Neubau-Siedlung in Holzbauweise, das sogenannte Schumacher-Quartier, sowie ein Technologie- und Unternehmensstandort. Die Gesellschaft rechnet nach eigenen Angaben damit, dass die künftigen Bauarbeiten im Schnitt einmal pro Monat wegen neuer Munitions- und Bombenfunden unterbrochen werden müssen.

Für die Suche und die Beseitigung von Kampfmitteln ist das Land Berlin und damit die GmbH verantwortlich. Um mögliche Bodenaltlasten, also etwa Kerosin, das im Laufe der Jahre im Boden versickert ist, muss sich hingegen die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg noch einige Jahre kümmern.

© dpa-infocom, dpa:210512-99-571658/2

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