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Berlin & Brandenburg Kannibalismus-Verdacht: Rechtsmediziner im Prozess erwartet

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Berlin (dpa/bb) - Der Prozess wegen Mordes mit Kannibalismus-Verdacht gegen einen 42-Jährigen wird heute nach einer dreiwöchigen Pause fortgesetzt. Geplant ist eine erneute Befragung des Rechtsmediziners Michael Tsokos von der Berliner Charité. Er hatte sich bereits vor einem Monat in der Verhandlung am Berliner Landgericht zu dem Fall geäußert. Ein Antrag der beiden Verteidigerinnen führte zur erneuten Ladung von Tsokos. Der Prozess war zuletzt durch einen Streit um ein weiteres forensisch-toxikologisches Gutachten ins Stocken geraten.

Der Angeklagte soll im September 2020 in seiner Wohnung im Stadtteil Pankow einen 43-Jährigen umgebracht haben, um durch die Tötung sexuelle Befriedigung zu erlangen und Teile der Leiche zu essen. Der Deutsche habe das Opfer laut Ermittlungen nur wenige Stunden zuvor über ein Dating-Portal kennengelernt. Die Leiche habe er zerstückelt und Teile an verschiedenen Orten in der Stadt abgelegt. Der Angeklagte hatte nach mehrwöchigem Prozess sein Schweigen gebrochen und den Vorwurf einer Tötung zurückgewiesen.

© dpa-infocom, dpa:211208-99-306874/2

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