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Berlin & Brandenburg Katastrophen: Brandenburg will sich besser aufstellen

Terror- und Katastrophenfälle: Brandenburg will sich besser aufstellen. Foto: Ralf Hirschberger/Archivbild

(Foto: Ralf Hirschberger/dpa)

Potsdam (dpa/bb) - Um Opfern von Terror- und Katastrophenereignissen und deren Angehörige besser zu helfen, wollen Polizei und Hilfsverbände in Brandenburg enger zusammenarbeiten. "Die Auswertung des Terroranschlags auf dem Berliner Breitscheidplatz hat gezeigt, dass in Akutphasen für die Betroffenen ein zentraler Ansprechpartner wichtig und notwendig ist", sagte Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke am Dienstag im Rahmen einer Fachtagung zur Opferhilfe im Terror-, Unglücks- oder Katastrophenfall in Potsdam.

Auf der Tagung ging es vor allem um die Frage, wie Polizei und Opferhilfeverbände im Land engmaschiger zusammenarbeiten können. Bei Vorfällen wie etwa einem Flugzeugabsturz oder Terrorangriff sollen Betroffene in Brandenburg unmittelbar einen Ansprechpartner vor Ort haben, der Beistand leistet und hilft, finanzielle Unterstützung zu beantragen und längerfristige therapeutische Angebote zu vermitteln.

Dafür habe die Polizei Brandenburg in Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen wie dem Weißen Ring, der Opferhilfe Brandenburg und der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) ein Konzept erstellt. Das Papier, das bei der Tagung vorgestellt wurde, enthalte unter anderem Angaben darüber, welche Stelle in welchem Zeitraum zuständig ist, sagte Polizeisprecher Torsten Herbst. "Wir können die Menschen in solchen Situationen nicht im Ungewissen lassen."

Brandenburg wolle von den Berliner Erfahrungen profitieren, so Mörke. Bei dem Anschlag im Dezember 2016 hatte es Kritik an der Hilfe für Opfer und deren Angehörige gegeben. Die Auswertungen aus Berlin hätten gezeigt, dass zwar in der Akutphase gute Arbeit geleistet worden sei, es aber im Anschluss an ausreichender Betreuung gemangelt habe, sagte der Vorsitzende der Opferhilfe Weißer Ring Brandenburg, Jürgen Lüth.

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