Regionalnachrichten

Berlin & Brandenburg Klima-Aktivisten ketten sich an Zaun des Bundeskanzleramts

Aktivisten von Extinction Rebellion demonstrieren vor dem Bundeskanzleramt. Foto: Paul Zinken

(Foto: Paul Zinken/dpa)

Die Schlüssel schickten sie an die Bundesminister. Extinction Rebellion fordert die Ausrufung des Klimanotstands von der Regierung.

Berlin (dpa/bb) - 30 Umweltaktivisten haben sich Dienstagmittag an den Zaun des Bundeskanzleramts in Berlin gekettet. Die Aktivisten der Bewegung Extinction Rebellion - zu Deutsch "Rebellion gegen das Aussterben" - forderte mit der Aktion die Bundesregierung dazu auf, den Klimanotstand auszurufen. Ein entsprechendes Schreiben und die Schlüssel zu den Ketten der Umweltschützer seien an die Bundesminister und das Kanzleramt verschickt worden, hieß es in einer Pressemitteilung.

Um 11.30 Uhr schlossen sich die Aktivisten überwiegend mit dicken Ketten um ihre Hälsen an den Zaun an. Zunächst griff die Polizei nicht ein. Die Angeketteten sangen gemeinsam mit weiteren Unterstützern Lieder mit ihren Forderungen und hielten Plakate hoch, auf denen "Klimanotstand", "Wir halten den Kopf hin für Eure Politik" und "CO2-neutral bis 2025" stand.

Gegen 14.00 Uhr brach die Polizei die Ketten der Umweltaktivisten auf. Mit Sprechchören und Gesang demonstrierten die Angeketteten sowie Unterstützer auch während des Aufbrechens für den Klimaschutz. Die Polizei bestätigte den Einsatz und teilte mit, dass ein Verstoß gegen das Versammlungsgesetz vorliege. Immer wieder schallte während der Aktion "Steht auf für das Überleben" und "Von der blauen Erde kommen wir, unser Klima stirbt genauso schnell wie wir" über den Platz vor dem Bundeskanzleramt.

Bereits am Pfingstwochenende war das Bundeskanzleramt die Adresse für einen Klimaprotest. Rund 600 Menschen beteiligten sich nach Angaben des Veranstalters an einem Protestcamp auf einer Wiese beim Kanzleramt.

Schreiben an die Minister

Pressemitteilung der Bewegung

Newsticker