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Berlin & Brandenburg Kontrollen an Bahnhöfen: 26 gefährliche Gegenstände entdeckt

Ein Bundespolizisten zeigt bei einer Kontrolle am Bahnhof Ostkreuz in einer Tüte ein sichergstelltes Einhandmesser.

(Foto: Paul Zinken/dpa)

Wegen vieler Gewalttätigkeiten an Bahnhöfen hat die Bundespolizei an vier Berliner Bahnhöfen ein temporäres Mitführverbot von gefährlichen Gegenständen verhängt. Die Kontrollen ergaben 26 Verstöße. Zudem wurden Drogen sichergestellt und es gab Festnahmen.

Berlin (dpa/bb) - In den beiden Nächten am Wochenende hat die Bundespolizei an vier Berliner Bahnhöfen mehr als 900 Menschen auf temporär verbotene gefährliche Gegenstände kontrolliert. Dabei stellten die Beamten insgesamt 26 gefährliche Gegenstände sicher, wie die Bundespolizei am Sonntag mitteilte. Demnach wurden elf Messer, acht Reizstoffe und diverse Schlag- und Stichgegenstände gefunden, darunter zwei Teleskopschlagstöcke, ein Elektroimpulsgerät und ein Skalpell.

Nach der Nacht von Freitag auf Samstag war zunächst von acht Verstößen an den Bahnhöfen Gesundbrunnen, Ostkreuz, Südkreuz und Warschauer Straße die Rede. In einigen Fällen wurde laut Bundespolizei nicht nur gegen das Verbot gefährlicher Gegenstände verstoßen, sondern zusätzlich gegen das Waffengesetz. Vor allem junge Männer fielen mit Verstößen auf, lediglich bei einer 19-Jährigen wurde ein gefährlicher Gegenstand sichergestellt.

Die Polizisten deckten zudem weitere Straftaten auf, etwa im Zusammenhang mit Drogen. So wurde laut der Bilanz in 27 Fällen gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen. Zudem wurde ein vermisster Jugendlicher aufspürt und es wurden drei Haftbefehle vollstreckt.

Hintergrund der Kontrollen sind nach Angaben der Bundespolizei die vielen Gewalttätigkeiten an den Bahnhöfen. Das Waffenverbot galt Freitagnacht und Samstagnacht jeweils von 20.00 Uhr bis 6.00 Uhr morgens. Begründet wurde das Verbot von der Bundespolizei mit der "Zunahme der Gewaltintensität". Mit den Maßnahmen sollten Gewalttaten verhindert sowie Mitreisende und Polizeibeamte geschützt werden.

Quelle: dpa

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