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Berlin & Brandenburg Landtag will Abschuss von Wölfen bei Schäden erleichtern

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Potsdam (dpa/bb) - Der Landtag will den Abschuss von Wölfen erleichtern, wenn sie Schafe und Ziegen reißen. Mit großer Mehrheit beschlossen die Abgeordneten am Donnerstag einen Antrag der rot-schwarz-grünen Koalitionsfraktionen, in dem die Landesregierung aufgefordert wird, die Brandenburgische Wolfsverordnung entsprechend zu ändern. Danach soll nach solchen Rissen der Abschuss von Wölfen aus Rudeln zulässig sein, die in der Nähe der Angriffe gesichtet werden.

Bislang muss vor einem Abschuss der Wolf identifiziert werden, der für die Risse verantwortlich war, was praktisch kaum möglich war. Laut dem Antrag gab es im Monitoring-Jahr 2019/2020 in Brandenburg 62 Wolfsterritorien, die von 47 Rudeln und zehn Paaren besiedelt waren.

"Wir geben damit den Wolf nicht zum Abschuss frei", betonte der CDU-Landtagsabgeordnete Ingo Senftleben. "Wir wollen ein Nebeneinander von Mensch, Wolf und Nutztieren möglichst konfliktfrei gestalten." Die Neuregelung sei notwendig, weil auch das Bundesnaturschutzgesetz geändert worden sei. Danach sei der Abschuss von Wölfen nun zulässig, wenn einem Betrieb ernsthafte Schäden entstanden seien. Zuvor musste der Betrieb existenzbedrohende Schäden nachweisen.

So konnte ein Wolfsangriff bei einem kleinen Betrieb die Existenz bedrohen, bei einem größeren hingegen nicht, erklärte Umweltminister Axel Vogel (Grüne) in der Debatte. "Das ist widersinnig." Daher begrüße er die Klarstellung durch eine Neuregelung.

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