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Berlin & Brandenburg Linke-Fraktion: Astrazeneca für Interessenten frei geben

Eine Ampulle des Corona-Impfstoffs des Pharmakonzerns Astrazeneca. Foto: Russell Cheyne/PA Wire/dpa/Symbolbild

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Potsdam (dpa/bb) - Für eine Aufhebung der Priorisierung beim Impfstoff Astrazeneca in Brandenburg setzt sich die Linken-Fraktion im Potsdamer Landtag ein. Hintergrund seien nicht genutzte Dosen, sagte Fraktionschef Sebastian Walter am Dienstag nach der Fraktionssitzung. Über die Hausärzte solle ermöglicht werden, dass alle Menschen, die es möchten, mit dem Impfstoff geimpft werden können.

Es sei im Handeln der Landesregierung nicht zu erkennen, dass man in der schwersten Phase der Pandemie sei, kritisierte Walter bislang getroffene Maßnahmen der rot-schwarz-grünen Regierung. Sie dürfe nicht weiter bevormunden, sondern müsse Dinge ermöglichen. "Das ist nicht einfach. Das ist uns klar", sagte er.

Es sei aber nicht nachvollziehbar, warum weiter im Privaten bis zur Unkenntlichkeit eingeschränkt werde, es aber gleichzeitig im Arbeitsbereich bei Appellen bleibe. Die Wirtschaft müsse aber in die Eindämmung der Corona-Pandemie mit einbezogen werden, beispielsweise bei der Testpflicht oder der Ausweitung der Arbeit im Home Office.

Dafür sei aber Unterstützung erforderlich. "Und die ist im Moment nicht gegeben", betonte Walter. Beispielsweise dauere es immer noch zu lange, ehe Betroffene in Corona-Quarantäne Lohnfortzahlungen erhielten. Zahlreiche Brandenburger warteten seit Mai vergangenen Jahres auf das Geld.

© dpa-infocom, dpa:210420-99-276115/2

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