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Berlin & Brandenburg Linke Gruppen durch aktuelle Themen zusammengeschweißt

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Berlin (dpa/bb) - Themen wie Rassismus, Wohnungsnot und Umverteilung können nach Einschätzung des Berliner Senats in Zukunft eine noch größere Mobilisierungskraft innerhalb der linken und linksradikalen Szene entwickeln. Das sei eines der Ergebnisse der Auswertung des Demonstrationsverlaufs am 1. Mai, sagte Innen-Staatssekretär Torsten Akmann (SPD) am Mittwoch im Aussschuss für Verfassungsschutz. Der Verlauf der 18.00 Uhr-Demonstration könnte die Demonstranten ganz unterschiedlicher Spektren künftig "näher zusammenschweißen und neue Bündnisse hervorbringen".

Die linksradikale Szene habe die Demonstration als Erfolg gefeiert, weil man sich nicht habe spalten lassen in "gute und böse Demonstranten", berichtete Akmann aus den Erkenntnissen des Verfassungsschutzes. Auch die mehr als 10 000 Teilnehmer seien in der Szene als Beleg für eine richtige Strategie gesehen worden. "Dies zeige, dass radikale Antworten immer mehr Anhänger fänden", sagte Akmann. Dem Verfassungsschutz hätten aber keine Hinweise für Planungen einer gezielter Eskalation der Demonstration vorgelegen.

Am 1. Mai war an mehreren Stellen der abendlichen Demonstration Gewalt ausgebrochen. Demonstranten und Randalierer griffen die Polizei mit Flaschenwürfen an und zündeten Müllcontainer an. Die Polizei setzte Reizgas ein. 93 Polizisten wurden insgesamt an dem Tag verletzt, die allermeisten leicht. Auch Demonstranten erlitten Verletzungen. Die Polizei nahm 354 Menschen fest, die meisten wurden wieder entlassen.

© dpa-infocom, dpa:210512-99-571656/2

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