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Berlin & Brandenburg Linke Gruppen gehen für Umverteilung auf die Straße

Ein Plakat mit der Aufschrift

(Foto: Jörg Carstensen/dpa)

Berlin (dpa/bb) - Einige Hundert Menschen haben am Samstagabend in Berlin für eine Umverteilung von Vermögen in Deutschland demonstriert. Linke Gruppen vom Aktionsbündnis "Wer hat, der gibt - Die Reichen müssen für die Krise zahlen" hatten zum Protest aufgerufen. Bei dem Demonstrationszug vom Adenauerplatz über den Ku'damm bis zum Wittenbergplatz liefen auch linksradikale Gruppierungen mit. Starke Polizeikräfte begleiteten den Zug, bei dem es bis zum fortgeschrittenen Abend friedlich blieb.

Auf der Webseite zum bundesweiten Aktionstag heißt es: "Die reichsten zehn Prozent der Deutschen horten zwei Drittel des Vermögens, 45 superreiche Haushalte besitzen genauso viel wie die ärmere Hälfte der Bevölkerung. Aber um die Folgen dieser Krise zu meistern, dürfen sie nicht weiter in der goldenen Hängematte liegen und Vermögen anhäufen." Tatsächlich besitzen nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) die oberen zehn Prozent in Deutschland gut zwei Drittel des Nettovermögens.

Die Organisatoren der Demonstration fordern die Wiedereinführung einer Vermögenssteuer, eine bessere Bezahlung für "systemrelevante Berufe" wie Krankenpfleger, Erzieherin oder Kassierer sowie ein Verbot von Dividendenauszahlungen für Unternehmen, die staatliche Hilfe bekommen.

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