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Berlin & Brandenburg Linke will für Kliniken in öffentlicher Hand kämpfen

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Potsdam/Schönefeld (dpa/bb) - Die Linke in Brandenburg will nach der Schlappe bei der Bundestagswahl stärker für soziale Themen kämpfen. "Daseinsfürsorge und die dafür erforderlichen Ressourcen gehören in öffentliche Hand", sagte die Landesvorsitzende Katharina Slanina am Sonntag bei einem Online-Parteitag.

Wohnen und Boden, Energie- und Wasserversorgung, Gesundheit und Pflege, öffentlicher Verkehr und der Zugang zu Telekommunikation dürften nicht dem Gewinnstreben von Konzernen unterworfen werden. So forderte Slanina beispielsweise, nach der Kündigung für über 100 Mieterinnen und Mieter einer privaten Seniorenwohnanlage in Potsdam auch eine Enteignung zu prüfen.

Die Landeschefin verlangte zudem mehr Geschlossenheit. "Wir haben schmerzhaft erfahren: Zerstrittene Parteien werden nicht gewählt", sagte sie. "Die Linke Brandenburg muss wieder zur alten Stärke zurückfinden." Sie solle vielfältig und diskussionsfreudig sein, aber geeint und geschlossen, um für eine solidarische Gesellschaft kämpfen zu können.

Die Linke hatte bei der Bundestagswahl 2021 mit 8,5 Prozent ihr Zweitstimmenergebnis von 2017 etwa halbiert. In Brandenburg verzeichnete sie dabei nach eigenen Angaben das schlechteste Ergebnis in den ostdeutschen Bundesländern. Das sei ein Weckruf gewesen, der auch gehört werden müsse, mahnte Slanina.

Quelle: dpa

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