Regionalnachrichten

Berlin & Brandenburg Löscharbeiten gehen weiter - Autobahn weiter gesperrt

Ein Hubschrauber wirft Löschwasser über der Brandstelle im Grunewald ab.

(Foto: Britta Pedersen/dpa)

Die Situation im Berliner Grunewald bleibt angespannt. Am Dienstagabend sind erstmals Hubschrauber der Bundespolizei im Einsatz, um den Brand aus der Luft zu bekämpfen. Feuerwehr und Behörden bleiben aber weiter vorsichtig.

Berlin (dpa/bb) - Auch sechs Tage nach dem Ausbruch eines Brandes auf einem Sprengplatz im Berliner Grunewald bleibt die Lage angespannt. Am Dienstagabend waren einem Feuerwehrsprecher zufolge stundenlang zwei Hubschrauber der Bundespolizei im Einsatz, um den noch heißen Sprengplatz im Berliner Grunewald mit Wasser aus der Luft zu kühlen und glühende Stellen zu löschen. Die Autobahn A115 (Avus), die etwa 500 Meter vom Sprengplatz entfernt ist, blieb dennoch auch am Mittwoch zunächst gesperrt. Am Vormittag soll die Lage neu bewertet werden, wie es am Dienstagabend hieß.

Die zwei von der Feuerwehr angeforderten Hubschrauber waren am Abend ab etwa 17.00 Uhr "im Prinzip im Fünf-Minutentakt" unterwegs, um Wasser aus der nahe gelegenen Havel zu holen und über dem Sprenggelände abzuwerfen, sagte der Feuerwehrsprecher der dpa. Ein dritter Hubschrauber habe den Einsatz begleitet, der bis etwa 20.00 Uhr andauerte.

Die Einsatzkräfte versprachen sich viel von der Aktion: "Wir erhoffen uns eine große Wirkung", sagte der Feuerwehrsprecher. Man habe entgegen einer ersten Einschätzung festgestellt, dass auch das Waldgebiet südlich des Sprengplatzes recht stark durch Munition belastet sei, die durch die Explosionen umhergeflogen sei. "Aber die Brandbekämpfung aus der Luft ist jetzt möglich."

Am Mittwoch soll der Hubschrauber-Lösch-Einsatz dem Sprecher zufolge aber zunächst nicht weitergehen. Die Hubschrauber, die zuletzt auch bei den Waldbränden in Sachsen eingesetzt worden waren, kamen demnach am Dienstag von dort nach Berlin. Am Mittwoch brauche man sie nach derzeitigem Planungsstand in Sachsen, sagte der Sprecher.

Auf dem Sprenggelände, wo die Polizei 30 Tonnen alte Granaten, Munition und beschlagnahmte Feuerwerkskörper lagerte, hatte es in der Nacht zum Donnerstag heftig gebrannt. Die Ursache ist noch nicht bekannt. Zahlreiche Explosionen waren zu hören. Wegen der Gefahr durch verstreute Munition und alte Weltkriegsbomben konnte die Feuerwehr bisher nur mit einem Löschpanzer und Löschrobotern die heißen Stellen am Boden und die restlichen Sprengkörper kühlen. Auch in der Nacht zum Dienstag wurden wieder kleinere Brände gesichtet und kleinere Explosionen gehört.

Die Feuerwehrleute löschten die Brände am Dienstag tagsüber vom Rand des 550-Meter-Sperrkreises aus. Das Gelände war schon deutlich kühler als am Montagmorgen, als noch Temperaturen von 140 Grad gemessen wurden. Aber einzelne Stellen seien immer noch sehr warm, hieß es. Wenn die Temperaturen dauerhaft unter 60 Grad blieben, sei es möglich, den Sperrkreis zu verringern, sagte der Sprecher. Dann sei auch eine Freigabe der Autobahn möglich.

Am Dienstag waren wieder rund 250 Einsatzkräfte vor Ort: Feuerwehrleute, Polizisten mit Wasserwerfern, Angehörige des Technischen Hilfswerks (THW), der Bundeswehr, des Roten Kreuzes und der Forstverwaltung.

Quelle: dpa

Regionales
ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen