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Berlin & Brandenburg Mahnwache mit 50 Menschen gegen Antisemitismus in Kreuzberg

Bettina Jarasch (Bündnis90/Die Grünen) spricht. Foto: Jörg Carstensen/dpa/Archivbild

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Berlin (dpa/bb) - Knapp 50 Menschen haben in Berlin-Kreuzberg für jüdisches Leben in Berlin und gegen Antisemitismus demonstriert. Bei der Mahnwache in der Nähe der Synagoge am Fraenkelufer waren am Sonntagabend auch mehrere Politiker dabei. "Wenn jüdisches Leben wegen des Nahostkonflikts attackiert wird, dann ist das Antisemitismus", sagte die Grünen-Kandidatin für das Amt der Regierenden Bürgermeisterin, Bettina Jarasch.

Teilnehmer der Mahnwache hielten eine Fahne mit einem Davidstern und der Aufschrift "Protect & Defend Jewish Life". Mehrere Passanten riefen beim Vorbeigehen "Free Palestine" und "Mörder".

Holger Michel vom Förderkreis "Denkmal für die ermordeten Juden Europas" kritisierte in diesem Zusammenhang, dass "Jüdinnen und Juden in Deutschland wegen eines Konflikts angegriffen werden, den sie nicht zu verantworten haben".

Angesichts der Eskalation des Konflikts zwischen Israel und der palästinensischen Hamas im Nahen Osten waren am Samstag Tausende Menschen in deutschen Städten auf die Straße gegangen, um ihre Solidarität mit den Palästinensern zu bekunden. In Berlin kam es zu schweren Krawallen. Dort eskalierte die Lage, nachdem die Polizei eine Demonstration im Stadtteil Neukölln wegen Nicht-Einhaltung der Corona-Abstandsregeln aufgelöst hatte.

Demonstranten schlugen auf Polizeibeamte ein und bewarfen sie mit Steinen und Flaschen. Auch Feuerwerkskörper wurden geschleudert. Nach Polizeiangaben vom Sonntag wurden 93 Beamte verletzt und 59 Menschen festgenommen.

© dpa-infocom, dpa:210516-99-622332/2

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