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Berlin & Brandenburg Maria Nooke: Aufarbeitung muss in Regionen verankert bleiben

Maria Nooke, Brandenburgs Aufarbeitungsbeauftragte für Stasi-Unterlagen, bei einem Pressegespräch. Foto: Patrick Pleul/Archiv

(Foto: Patrick Pleul/dpa)

Potsdam (dpa/bb) - Die Brandenburger Aufarbeitungsbeauftragte Maria Nooke hat sich für die Bewahrung gewachsener Strukturen beim Umgang mit der DDR-Vergangenheit ausgesprochen. Sie begrüße den Erhalt eines Archivstandortes für die Stasi-Unterlagen in Brandenburg, sagte Nooke am Freitag. Das neue Konzept zur langfristigen Sicherung des Stasi-Unterlagenarchivs im Bundesarchiv sieht in den Ost-Ländern je einen Archivstandort vor, an dem Akten fachgerecht aufbewahrt werden können.

Bei der anstehenden Entscheidung, ob der Standort in Frankfurt (Oder) bleibt oder nach Cottbus wechselt, müsse beachtet werden, dass gewachsene Strukturen der Aufarbeitung erhalten bleiben, betonte Nooke. Um die Bedeutung von Freiheitsrechten zu vermitteln, sei weiter die Auseinandersetzung mit Strukturen und Methoden diktatorischer Regime notwendig.

Die rot-rote Landesregierung hält beide Standorte für geeignet. Dazu wird es demnächst ein Gespräch zwischen Staatskanzleichef Martin Gorholt (SPD) und dem Bundesbeauftragten Roland Jahn geben. Er hatte am Mittwoch ein Konzept vorgelegt. Die Entscheidung darüber trifft jedoch ausschließlich der Bund.

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