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Berlin & Brandenburg Maskenpflicht auf Berlins Weihnachtsmärkten

Der Hinweis

(Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild)

Der Berliner Senat beschließt einheitliche Regeln für die Weihnachtsmärkte - sehr zur Freude der Betreiber. Doch nicht alle Vorgaben kommen gut an.

Berlin (dpa/bb) - Die neuen Corona-Regeln für die Berliner Weihnachtsmärkte sind bei den Veranstaltern positiv aufgenommen worden. "Wir sind froh, dass wir jetzt Planungssicherheit haben", sagte Sven-Uwe Dettmann vom Weihnachtsmarkt in der Zitadelle Spandau. Etwas früher hätten diese kommen können. Er hoffte, dass es jetzt bei den Regeln bleibe. Auch der Schaustellerverband Berlin begrüßte die Regelung: "Schließlich ist damit jeder auf dem gleichen Wissensstand und es fühlt sich niemand ausgegrenzt", teilte eine Sprecherin mit. Die Schausteller veranstalten den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz.

Laut dem Senatsbeschluss vom Dienstag müssen Besucher von Weihnachtsmärkten wegen der Corona-Pandemie eine Schutzmaske tragen. Allerdings gilt das nicht für Märkte, deren Betreiber auf die 2G-Regel setzen. In dem Fall haben nur geimpfte und genesene Menschen Zutritt sowie Kinder unter 12, für die bislang keine Impfungen angeboten werden. Hinzu kommen Menschen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können. Sie alle müssen als Gäste dieser Märkte, für die es dann auch Zugangskontrollen geben müsste, keine Maske tragen.

Auf allen Weihnachtsmärkten, bei denen nicht 2G gilt, und das dürften schon wegen fehlender Zugangskontrollen die meisten sein, hat zunächst einmal jeder Zutritt, wie Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) nach der Senatssitzung erläuterte. Dort greift also nicht die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet), Ungeimpfte müssen keine negativen Tests nachweisen.

Etwas anders stellt sich die Lage hingegen in geschlossenen Restaurants auf dem Gelände der Weihnachtsmärkte dar. Dort können die Betreiber wählen, ob sie 2G oder 3G anwenden. Ungeimpfte kämen nur im Falle von 3G rein und müssten dabei auch einen negativen Corona-Test nachweisen. Solche Tests sind seit geraumer Zeit kostenpflichtig.

In Berlin gibt es rund 50 Weihnachtsmärkte. Die Veranstalter von der Zitadelle Spandau und dem Gendarmenmarkt wollen auf ihren Märkten die 2G-Regel gelten lassen. Am Breitscheidplatz solle 3G gelten. Zu den Einlass-Kontrollen teilte Gendarmenmarkt-Veranstalter Helmut Russ mit: "Grundsätzlich sollte doch von der Ehrlichkeit der Menschen, also auch der Besucher, ausgegangen werden." Er hätte Stichproben-Kontrollen auf dem Gelände und den Eingängen bevorzugt. Die Zusatzkosten für die Corona-Checks bezifferte Russ auf mindestens 100.000 Euro. Russ betonte, dass der Schutz der Menschen im Vordergrund stehe.

© dpa-infocom, dpa:211026-99-742589/3

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