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Berlin & Brandenburg Mediziner: Corona ist Herausforderung für psychisch Kranke

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Senftenberg (dpa/bb) - Für Menschen mit psychischen Erkrankungen können soziale Isolation oder Abstands- und Hygieneregeln in der Corona-Pandemie zu einer besonderen Herausforderung werden. Darauf hat der Chefarzt des Zentrums für Psychosoziale Gesundheit (ZfPG) des Klinikums Niederlausitz in Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz), Karsten Wolff, hingewiesen.

Anlässlich eines Besuchs von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Freitag informierte der Mediziner über die Erfahrungen in der Corona-Zeit. Es sei eine Zunahme psychischer Erkrankungen spürbar, stellte Wolff fest. "Wir sehen mehr Depressionen, Suizidversuche und Vereinsamung." Corona und die damit verbunden Unsicherheiten, Existenzängste und Isolation drückten spürbar auf die Seele und führten zu ernsten Erkrankungen.

Woidke bedankte sich bei den Mitarbeitern des Klinikums für ihre Arbeit. Das Land sei nach wie vor mittendrin in der Corona-Pandemie, sagt er. "Jeder einzelne von uns kann einen Beitrag dazu leisten, dass die Pandemie in Brandenburg milde verläuft und so das Gesundheitssystem und die Gesellschaft nicht überfordert."

Das Klinikum im Süden Brandenburgs ist nach eigenen Angaben mit Testkapazitäten im eigenen Labor und ausreichend Schutzausrüstung ausgestattet. Zudem gebe es die Möglichkeit, innerhalb von zwei bis drei Tagen Bettenkapazitäten für Corona-Patienten zu erweitern, um gut auf einen Anstieg von Infektionszahlen vorbereitet zu sein. Die Klinik hat die Beatmungsplätze inzwischen von sechs auf 35 erweitert.

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