Regionalnachrichten

Berlin & Brandenburg Minister Vogel will Obergrenzen für Mega-Ställe

Agrar- und Umweltminister Axel Vogel (Grüne) spricht bei einer Landtagssitzung. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

(Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild)

Potsdam (dpa/bb) - Brandenburgs Agrar- und Umweltminister Axel Vogel (Bündnis 90/Grüne) setzt sich für Obergrenzen beim Tierbestand in Mega-Ställen ein. Das jüngste Aus nach 16 Jahren für die Schweinemastanlage Haßleben in der Uckermark für 37 000 Tiere zeige, dass es kaum möglich sei, eine breite gesellschaftliche Akzeptanz für derartige industrielle Anlagen zu erreichen, sagte Vogel am Freitag. Im bundesdeutschen Immissionsschutzrecht müssten Obergrenzen für neue Anlagen festgeschrieben werden.

Ohne auf den Bundesgesetzgeber zu warten, werde nun in Brandenburg das Tierwohl in der Schweinehaltung verbessert, kündigte Vogel an. So sei eine neue Förderrichtlinie zur artgemäßeren Haltung der Tiere in Gruppen auf Stroh erlassen worden. Unabhängig von der Größe der Ställe und gleich, ob konventionell oder bio könnten Schweinehalter künftig Förderung in Anspruch nehmen.

Insgesamt 600 000 Euro stehen den Angaben zufolge jährlich für die Betriebe bereit. Die Schweine müssten mindestens ein Fünftel mehr Platz haben als gesetzlich derzeit nach der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung vorgeschrieben. Zudem müssen sie sich in ihren Gruppen frei bewegen und alle gleichzeitig auf Stroh liegen können.

Newsticker