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Berlin & Brandenburg Ministerium: Eckpunkte für Medizinische Uni bis Mitte 2021

Manja Schüle (SPD), Wissenschaftsministerin von Brandenburg, spricht auf einer Pressekonferenz. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

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Potsdam (dpa/bb) - Die Brandenburger Landesregierung will im ersten Halbjahr 2021 erste Eckpunkte für das Konzept zum Aufbau einer Universitätsmedizin vorlegen. Das geht aus einer Antwort des Wissenschaftsministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion hervor. Einen konkreten Zeitplan für die weiteren Schritte gebe es bislang noch nicht. Dass Ministerium verweist darauf, dass etwa der Aufbau der Universitätsmedizin in Augsburg zehn Jahre gedauert habe. Für eine Mediziner-Ausbildung seien etwa 60 Professuren notwendig, heißt es in der Antwort weiter. "Nach Einschätzung des Wissenschaftsrats sind zum Erreichen einer entsprechenden Forschungsstärke mindestens 80 Professuren erforderlich."

Zu den Kosten für den Aufbau und den Betrieb äußerte sich die Landesregierung noch nicht. "Erst wenn das Konzept vorliegt, können konkrete Aussagen über die Investitions- und laufenden Kosten getroffen werden." Der Geschäftsführer des Carl-Thiem-Klinikums in Cottbus, Götz Brodermann, hatte die Investitionskosten in einem Pressebericht mit 650 Millionen Euro beziffert. Dies sei sicher nur die untere Grenze im Aufbau, hatte Wissenschaftsministerin Manja Schüle (SPD) dazu erklärt. Das Geld soll aus dem Strukturfonds in Höhe von 10 Milliarden Euro fließen, die Brandenburg wegen des Ausstiegs aus der Braunkohleverstromung vom Bund erhält.

"Die Antwort der Landesregierung ist dünn", kritisierte die wissenschaftspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Isabelle Vandre, am Samstag. "Sie offenbart, dass der Aufbau eines Medizinstudiums in der Lausitz über den Status einer bloßen Ankündigung nicht hinauskommt." Vandre forderte, dass die Hochschulen und die Öffentlichkeit an der Debatte zum Aufbau der Medizinischen Hochschule beteiligt werden.

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