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Berlin & Brandenburg Ministerium zu Corona: Lage nicht mit Italien vergleichen

Ein Mundschutz. Foto: Georg Wendt/dpa/Symbolbild

(Foto: Georg Wendt/dpa/Symbolbild)

Potsdam (dpa/bb) - Nach den jüngsten Entwicklungen zum Coronavirus hat das Brandenburger Gesundheitsministerium darauf hingewiesen, dass die Lage im Land nicht mit der in Italien vergleichbar sei. In Italien gebe es mehr als 200 Infektionen, in Brandenburg bislang keinen einzigen bestätigten Corona-Verdachtsfall, teilte das Ministerium am Dienstag mit. "Wie bei allen behördlichen Maßnahmen gilt auch beim Infektionsschutz, die Angemessenheit und Verhältnismäßigkeit zu wahren", hieß es.

Für den Fall der Fälle könnten die Landkreise und kreisfreien Städte aber "notwendige Maßnahmen zur Abwehr drohender Gefahren durch das Auftreten übertragbarer Krankheiten" ergreifen. Bis einschließlich Montag habe es im Land in den zurückliegenden Wochen 21 gemeldete Verdachtsfälle gegeben, die sich aber nicht bestätigten.

Aufregung gab es am Montag an einem Gymnasium in Lübbenau: Eine Schulklasse war vergangenen Freitag von einem Austausch aus Italien zurückgekehrt. Da einige Schüler Erkältungssymptome zeigten, riefen besorgte Eltern am Montag in der Schule an. Zunächst hatte die "Lausitzer Rundschau" (online) berichtet.

Das Gesundheitsamt des Landkreises Oberspreewald-Lausitz gab Entwarnung: Vereinzelt auftretende Erkältungssymptome sind vordergründig mit der Influenza (Grippe) in Verbindung zu bringen. "Es bestand und besteht daher derzeit kein Grund, die Schüler zu isolieren." Zwei Jugendliche, die bereits während des Aufenthaltes Grippe-Symptome zeigten, wurden vorsorglich auf das Coronavirus getestet. Das Ergebnis war negativ.

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