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Berlin & Brandenburg Mit Jagdmesser erstochen: Mann wegen Totschlags vor Gericht

Die Statue Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: Peter Steffen/Archivbild

(Foto: Peter Steffen/dpa)

Potsdam/Rangsdorf (dpa/bb) - Weil er sein Opfer mehrmals mit dem Messer in Kopf und Hals gestochen haben soll, steht ein 37-Jähriger seit Dienstag vor dem Landgericht Potsdam. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Totschlag vor. Der Angeklagte wollte sich am ersten Prozesstag nicht zur Sache einlassen. Das Gericht setzte insgesamt acht Verhandlungstage fest, dann soll es ein Urteil geben.

Der 37-Jährige soll seinem Opfer im Dezember 2018 auf dessen Heimweg in Rangsdorf (Landkreis Teltow-Fläming) aufgelauert und ihn in Tötungsabsicht erstochen haben, so die Anklage. Mehrmals habe er ihn mit einem Jagdmesser mit zwölf Zentimeter langer Klinge in Kopf und Hals gestochen und geschnitten. Er soll dann von dem am Boden liegenden 60-Jährigen abgelassen und eine Zigarette geraucht haben. Anschließend soll er weiter auf ihn eingestochen haben. Erst als er glaubte, sein Opfer sei tot, habe er von ihm abgelassen. Mehrere Menschen hatten den Vorfall gesehen. Sie sind vom Gericht als Zeugen geladen.

Die Staatsanwaltschaft sieht den 37-Jährigen als vermindert schuldfähig. Der Mann war bereits in psychischer Behandlung, wurde dann jedoch entlassen. Die Lebensgefährtin des Opfers will den Arzt hören, der die Entlassung des Angeklagten angeordnet hatte, sagte Gerichtssprecher Sascha Beck. Am Donnerstag (9.00 Uhr) soll der Prozess fortgesetzt werden.

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