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Berlin & Brandenburg Mögliche Brandstiftung: Jarasch zeigt sich erschüttert

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Berlin (dpa/bb) - Ein mutmaßlicher Fall von Brandstiftung in einer Berliner Kirche hat Erschütterung ausgelöst. "Wer Feuer in einem Gotteshaus legt, greift die Religionsfreiheit und damit die Werte unseres Grundgesetzes an", betonte die Grünen-Politikerin Bettina Jarasch am Samstag. "Meine Solidarität gilt dem Evangelischen Kirchenkreis Berlin Stadtmitte." Jarasch ist im von der Regierenden Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) geführten rot-grünen Senat Verkehrssenatorin und Bürgermeisterin.

In der Paul-Gerhardt-Kirche in Prenzlauer Berg hatte am Donnerstag der Altar gebrannt. Die Polizei ermittelt gegen einen mutmaßlichen Brandstifter. Die ersten Ermittlungen hätten ergeben, dass kurz vor Ausbruch des Brandes ein Zeuge einen Mann beim hastigen Verlassen des Gotteshauses gesehen haben soll, hieß es am Freitag.

Pfarrerin Almut Bellmann sprach von einem "tiefen Schock". "Ich konnte es erst überhaupt nicht fassen", sagte Bellmann der Deutschen Presse-Agentur am Samstag. Am Freitagabend habe es vor der Kirche eine Andacht gegeben. "Wir haben noch keinen Überblick über den Schaden", sagte Bellmann. In der Kirche sehe es wüst aus, überall sei Ruß, auch die Orgel wurde demnach vom Feuer erfasst. "Wir wissen nicht, wer das gemacht hat. Wir warten die Ermittlungen ab."

Die Kirche liegt in der Wisbyer Straße in der Nähe der Gethsemanekirche. Die Polizei ermittelt unter anderem mit Blick auf die Szene der Corona-Maßnahmen-Kritiker, weil diese in der Gegend Proteste abhalten. Konkrete Hinweise, dass das Feuer damit zusammenhängt, gibt es aber laut Polizei nicht. "Das ist eine mögliche Richtung", sagte eine Sprecherin am Samstag und bestätigte damit einen Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Man schaue in alle möglichen Richtungen, betonte die Sprecherin.

Quelle: dpa

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