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Berlin & Brandenburg Nach Schuss ins Gesicht: Prozess gegen Angeklagte vertagt

Ein hölzerner Hammer liegt auf der Richterbank in einem Verhandlungssaal. Foto: Uli Deck/dpa/Symbolbild

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Berlin (dpa/bb) - Nach einem Schuss in das Gesicht eines 57 Jahre alten Mannes in Berlin-Schöneberg hat am Landgericht der Prozess gegen zwei Angeklagte begonnen. Dem mutmaßlichen Schützen wird versuchter Mord vorgeworfen. Der 49-Jährige soll vor sechs Monaten im Hofbereich eines Wohnhauses zwei Schüsse auf das Opfer abgegeben haben. Eine Kugel habe den damals 57-Jährigen schwer verletzt. Dem 54 Jahre alten Mitangeklagten wird Beihilfe zur Last gelegt. Zu Beginn des Prozesses am Mittwoch beantragten die Verteidiger die Aussetzung des Verfahrens. Daraufhin vertagten die Richter die Verhandlung noch vor Verlesung der Anklage.

Zu dem mutmaßlichen Angriff war es laut Ermittlungen am frühen Abend des 29. November 2019 gekommen. Der Hauptangeklagte habe sich zur Wohnanschrift des 57-Jährigen begeben, um dem ihm bekannten Mann aufzulauern. In einem zum Innenhof führenden Durchgang des Hauses sei es zur Abgabe von zwei Schüssen gekommen. Einer davon habe den Attackierten im Bereich des rechten Jochbeins getroffen. Der Mitangeklagte soll dem mutmaßlichen Schützen die Wohnanschrift des 57-Jährigen gezeigt und ihn in seinen Plänen bestärkt haben.

Der 49-Jährige wurde eine Woche nach den Schüssen festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Die Hintergründe der Tat seien "im persönlichen Bereich zu vermuten", so die Polizei damals. Die Verteidiger erklärten zu Prozessbeginn, einige Unterlagen wie ein Gutachten zu untersuchten Kleidungsstücken seien bei ihnen noch nicht eingegangen. Über den Antrag auf Aussetzung des Verfahrens will das Gericht bis zum zweiten Verhandlungstag am 8. Juni entscheiden.

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