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Berlin & Brandenburg Nach Serie von Körperverletzungen: Beschuldigter schweigt

Eine Statue der Justitia steht mit Waage und Schwert in der Hand.

(Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild)

Berlin (dpa/bb) - Gegen einen 36-Jährigen, dem sieben gewalttätige Übergriffe zur Last gelegt werden, hat am Dienstag am Berliner Landgericht der Prozess begonnen. Der Mann soll in einem Fall eine 70 Jahre alte Frau in einem Wohnhaus getreten und erheblich verletzt haben. Bei einer anderen Tat soll er auf einem Friedhof im Stadtteil Friedenau einen Mann geschlagen haben.

Die Verteidigerin erklärte zu Prozessbeginn, ihr Mandant werde sich zunächst nicht zu den Vorwürfen äußern.

Der Beschuldigte soll von September 2020 bis Februar 2022 immer wieder andere Menschen attackiert haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 36-Jährige vermutlich nicht oder nur eingeschränkt schuldfähig gewesen sei. Die Behörde strebt seine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an.

Als erste Zeugin sagte eine 26-Jährige, der Beschuldigte habe sie während eines Streits angegriffen und gewürgt. Sie habe danach gegen den Mann, der für sie ein Bekannter gewesen sei, eine einstweilige Verfügung nach dem Gewaltschutzgesetz erwirkt. "Er hielt sich nicht daran, tauchte trotzdem wieder vor meinem Wohnhaus auf", sagte sie. Als er im Juli 2021 im Haus war, habe er ihre Nachbarin getreten. "Sie wollte mir helfen." Die damals 70-Jährige habe eine Hüftfraktur erlitten.

Der 36-Jährig muss sich unter anderem wegen Körperverletzung verantworten. Der Prozess wird am 9. August mit der Befragung weiterer Zeugen fortgesetzt.

Quelle: dpa

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