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Berlin & Brandenburg Nächste Landesgartenschau 2027 in Elbestadt Wittenberge

Eine Biene sitzt auf einer Blume.

(Foto: Gerald Matzka/dpa/Archivbild)

Ein Motor für eine nachhaltige Stadtentwicklung sollen sie sein: die Landesgartenschauen. Jetzt hat eine Stadt im Nordwesten Brandenburgs den Zuschlag bekommen.

Wittenberge/Potsdam (dpa/bb) - Die Stadt Wittenberge richtet 2027 die nächste Landesgartenschau in Brandenburg aus. "Wir sehen das nicht nur als tolles Event, was es natürlich auch sein soll, sondern als Meilenstein für die Stadt und die Regionalentwicklung", sagte Bürgermeister Oliver Hermann (parteilos) der Deutschen Presse-Agentur. Die Stadt im Landkreis Prignitz im Nordwesten Brandenburgs hat rund 17 000 Einwohner, liegt an der Elbe und bietet viel Industriekultur.

Beworben hatten sich für die nächste Gartenbau-Ausstellung auch die Stadt Spremberg und ein Verbund von fünf Kommunen im Landkreis Märkisch-Oderland. Derzeit läuft eine Landesgartenschau bis Ende Oktober in Beelitz (Potsdam-Mittelmark), dort werden insgesamt 450 000 Besucher erwartet.

Die Staatskanzlei teilte am Mittwoch nach der Entscheidung des Kabinetts mit, Wittenberge habe mit einem innovativen Konzept für eine Landesgartenschau als "Schlüsselprojekt für eine nachhaltige Stadtentwicklung" überzeugt. Es gehe dabei auch um den Wandel von einer "traditionsreichen Arbeiter- und Industriestadt zu einer lebendigen Stadt mit Industriekultur, Wirtschaft, Tourismus und sich veränderndem Stadtbild".

Das Gelände für die Schau soll sich durch die Stadt ziehen, verschiedene Grünbereiche vernetzen und Gäste auch jenseits des Geländes durch verschiedene Stadtquartiere in die Innenstadt bis zur Elbe führen, wie es in der Mitteilung der Regierung hieß. Wittenberge mit rund 17.000 Einwohnern liegt im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg und am Elberadweg.

"Da sind wir auch ein bisschen stolz drauf, dass wir so weit gekommen sind", sagte der Wittenberger Rathauschef Hermann. Als er vor 14 Jahren als Bürgermeister angefangen habe, habe man damals gesagt, die Stadt sei noch nicht so weit. "Ich sehe die Landesgartenschau für Wittenberge auch als Durchbruch in die Zukunft." Wittenberge habe eine schwere Vergangenheit mit dem Niedergang der Industrien und habe sich da rausgekämpft. Die Mobilisierung einer Stadt durch solch ein Event sei nicht zu unterschätzen, meinte Hermann.

"Die Stadt hat einen Plan, sie weiß, wo sie hinwill", sagte Lutz Lange, Unternehmer aus der Elbestadt und Vorsitzender der Wirtschaftsinitiative Westprignitz (WIW), der dpa. Er hat die Ölmühle in Wittenberge zu einem Hotel-, Gastronomie- und Eventkomplex ausgebaut. Hier werden unter anderem an diesem Wochenende die Elblandfestspiele mit zahlreichen namhaften Künstlern stattfinden.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Gordon Hoffmann aus Wittenberge, Generalsekretär der Brandenburger CDU, sagte, Wittenberge habe schon bei verschiedenen Großveranstaltungen gezeigt, dass es ein sehr guter Gastgeber sein könne. "Wir freuen uns auf die vielen Tausend Gäste aus dem ganzen Land."

In Brandenburg gibt es Landesgartenschauen seit dem Jahr 2000. Ursprünglich sollte die nächste Landesgartenschau im Jahr 2026 stattfinden. Die Landesregierung entschied sich aber für eine Verschiebung, "auch angesichts der aktuellen gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen", wie es hieß. Für eine gute Vorbereitung und Umsetzung sei eine Zeitspanne von etwa fünf Jahren erforderlich.

Quelle: dpa

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